Dienstag 16. Mai 2017

Medienkommentar Gesundheit & Medizin

Psychische und gesellschaftliche Folgen von Abtreibungen (2 von 2)

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Psychische und gesellschaftliche Folgen von Abtreibungen Dienstag, 16.05.2017 (2 von 2)

Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft brauchen besonderen Schutz und persönliche Unterstützung. Welche Folgen haben die jährlich ca. 100.000 Abtreibungen für die betroffenen Frauen sowie für die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland? Kla.tv geht dieser Frage nach und zeigt bemerkenswerte Zusammenhänge auf.

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"Psychische und gesellschaftliche Folgen von Abtreibungen"
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Psychische und gesellschaftliche Folgen von Abtreibungen 16.05.2017

Jedes Jahr im März veröffentlicht das Statistische Bundesamt in Deutschland die aktuellen Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche eines Jahres. So berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) am 9. März 2017 wörtlich: „In Deutschland entscheiden sich immer weniger Frauen für eine Abtreibung, 2015 seien etwa 99.200 Schwangerschaftsabbrüche registriert worden und damit knapp 0,5 Prozent weniger als noch im Jahr 2014.“ In der Schweiz und in Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch heutzutage unter bestimmten Bedingungen in den ersten 12 Schwangerschaftswochen straffrei möglich. Laut dem Bericht des Statistischen Bundesamts lasse diese um 0,5 % rückläufige Anzahl an Abtreibungen angeblich einen positiven Trend erkennen. Doch wer sich damit auseinandersetzt, welche Folgen die jährlich ca. 100.000 Abtreibungen für die einzelnen Frauen sowie für die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland haben, muss zu einem anderen Schluss kommen. Hier kann, wie nachfolgende Untersuchungen und Zahlen zeigen, nicht von einer positiven Entwicklung gesprochen werden. Kaum Erwähnung in den öffentlichen Medien finden Untersuchungen und medizinische Studien, die sich mit der Frage der gesundheitlichen Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs für die Frau beschäftigen. Hierzu gibt es schon seit Jahren verschiedene Untersuchungen, wie zum Beispiel folgende: Der Soziologe Willy Pedersen, der sich, wie alle Soziologen, mit gesellschaftlichen Verhaltensweisen, ihren Abläufen und Folgen befasst, veröffentlichte im Jahr 2008 eine Langzeitstudie, die in Norwegen durchgeführt wurde. Willy Pedersen begleitete während elf Jahren 768 Frauen im Alter von 15 bis 27 Jahren. Die Untersuchung zeigte, dass vor allem junge Frauen, die abtreiben ließen, stärker zu Depressionen neigen. Auch war das Suchtverhalten der Frauen nach einer Abtreibung deutlich höher als bei jenen, die sich für ihr Kind entschieden hatten. Bereits im Jahre 2006 veröffentlichte Professor David M. Fergusson aus Christchurch, Neuseeland, eine Studie, die zeigt, dass fast jede zweite Frau nach einer Abtreibung psychisch erkrankt. Auch hier wurde ein enger Zusammenhang gefunden zwischen Depressionen, Angstzuständen, Suizidgefährdung, Suchtverhalten und einer Abtreibung. Aus einer Gruppe von 1.265 Mädchen mit Geburtsjahrgang 1977 wurden 41% der Mädchen bis zum Alter von 25 Jahren schwanger. 14,6% ließen ihr Kind abtreiben. Von diesen entwickelten 42% innerhalb von vier Jahren eine schwere Depression. Der Drogen- und Alkoholkonsum stieg bei dieser Gruppe deutlich an. Diese Verhaltensweisen und Erkrankungen konnten laut Professor Fergusson auf keine früheren Erlebnisse zurückgeführt werden. Professor Fergusson wird mit folgenden Worten zitiert: „Es ist ein Skandal, dass die psychischen Folgen eines Eingriffs, der bei jeder zehnten Frau durchgeführt wird, kaum studiert oder untersucht werden.“ Wenn man diese Studie auf die Anzahl von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland überträgt, so muss davon ausgegangen werden, dass jedes Jahr weit über 40.000 Frauen aufgrund ihrer vorgenommenen Abtreibung an schweren Depressionen zu leiden beginnen. Auch im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland können die jährlichen, laut offiziellen Zahlen, ca. 100.000 Abtreibungen nicht als positiv bewertet werden. Es ist längst bekannt, dass seit mehr als 40 Jahren in Deutschland mehr Menschen sterben als Kinder geboren werden. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das für das Jahr 2016 folgendes: 730.000 bis 770.000 Geburten stehen 900.000 bis 940.000 Sterbefällen gegenüber. Daraus ergibt sich ein sogenanntes Geburtendefizit von 130.000 bis 210.000 pro Jahr. Trotz diesem Geburtendefizit ist die Bevölkerung in Deutschland in den letzten Jahren, unter anderem aufgrund der starken Zuwanderung von Flüchtlingen, am Steigen. Die zunehmend offenere Migrationspolitik in Deutschland wird auch damit begründet, dass es an einheimischen Arbeitskräften fehle. In gleicher Weise ist jedoch seit langem bekannt, dass in Deutschland die aktuelle Geburtenrate von 1,39 bis 1,5 Kindern einen Mangel an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften zur Folge hat. In Anbetracht dessen kann man verstehen, dass Professor Fergusson von einem Skandal spricht, wenn Schwangerschaftsabbrüche, ohne Berücksichtigung der gesundheitlichen sowie gesellschaftlichen Folgen, in den Medien als positiv beurteilt werden. Abschließend noch eine interessante Feststellung: Die jährliche Anzahl an Abtreibungen – ohne Dunkelziffer – liegt in Deutschland offiziell bei ca. 100.000 Kindern pro Jahr. Doch laut dem österreichischen Gynäkologen Christian Fiala, der selbst Abtreibungen vornimmt, liegt die Dunkelziffer zwei- bis dreimal so hoch. Er geht von ca. 200.000 bis 300.000 Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland pro Jahr aus. Das aktuelle gesellschaftliche Geburtendefizit, wie vorhin bereits erwähnt, lag im Jahr 2016 bei circa 150.000 bis 190.000 Kindern. Die Anzahl der Abtreibungen sowie die Zahlen des Geburtendefizits an Kindern liegen interessanterweise auffallend nah beieinander. Die Natur hätte also für den nötigen Ausgleich gesorgt. Wo sind Politiker, die dieses zunehmende gesellschaftliche Problem in Deutschland sowie in anderen betroffenen Ländern erkennen und versuchen, es an der Wurzel zu lösen? Zum Beispiel indem sie dafür sorgen, dass Frauen, die ungewollt schwanger werden, deutlich mehr Unterstützung erhalten. Dadurch könnte nicht nur die Überalterung der deutschen Bevölkerung, sondern auch ein zukünftiger Fachkräftemangel mit der Zeit aufgefangen und verhindert werden. Als weitere sehr positive Folge bliebe die psychische Gesundheit hunderttausender Frauen erhalten. Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft brauchen besondere persönliche Unterstützung und Schutz. Weiterführende Informationen zum Thema sind unter anderem für die Schweiz auf der Homepage der „Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind“ http://shmk.ch , in Deutschland bei „Leben als Geschenk e.V.“ http://www.leben-als-geschenk.de und in Österreich bei der „Österreichischen Lebensbewegung“ http://lebensbewegung.at zu finden.

von ch.


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