Samstag 03. Juni 2017

Bildung & Erziehung | 03.06.2017

Podiumsdiskussion: Sexualpädagogik auf dem Prüfstand (Teil 3) (1 von 1)

Im letzten Teil unserer Sendereihe: „Sexualpädagogik auf dem Prüfstand“ laden wir Sie zur Podiumsdiskussion nach Stuttgart ein. Unter dem Motto „Gender und Sexualpädagogik in Wissenschaft und Praxis“ fand diese im Rahmen eines Symposiums des Aktionsbündnisses Ehe und Familie im Januar 2016 statt. Heikle Themen wie Homosexualität, Pädophilie, Kindsmissbrauch wurden respektvoll entblättert, die Kehrseite der mit „Zuckerwatte“ präsentierten modernen Gender-Theorien deutlich aufgezeigt. Neugierig? Dann schauen Sie rein!

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Podiumsdiskussion: Sexualpädagogik auf dem Prüfstand (3.Teil von insgesamt 3) 03.06.2017

In unserer Sendereihe „Sexualpädagogik auf dem Prüfstand“ laden wir Sie heute zum dritten und vorerst letzten Beitrag ein. Das Aktionsbündnis für Ehe und Familie – „DEMO FÜR ALLE“ – hatte bereits im Januar 2016 zu einem Symposium in Stuttgart eingeladen, das unter dem Motto »Gender und Sexualpädagogik in Wissenschaft und Praxis« stand. (nähere Infos unter: https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/wer-wir-sind) Im Rahmen dieser Veranstaltung fand eine Podiumsdiskussion statt, in der sich die Teilnehmer sowohl zu ihren persönlichen Erfahrungen mit der Sexualpädagogik als auch der Gender-Thematik austauschten und vor weitreichenden Konsequenzen dieser Strömungen warnen. Hören Sie nun im Anschluss: den Professor für christliche Sozialwissenschaften, Dr. Manfred Spieker, den Neurologen und Psychotherapeuten, Dr. Raphael Bonelli, den Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Jakob Pastötter, Anica Veigel, Mutter und Mitglied von Zukunft - Verantwortung - Lernen e.V. sowie Ulrike Walker, Co-Präsidentin der Schweizer Volksinitiative „Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule“. Durch die Diskussion führte Dr. Philipp Gut, Buchautor, Historiker und stellvertretender Chefredakteur des Schweizer Wochenmagazins "Die Weltwoche". Podiumsdiskussion: »Gender und Sexualpädagogik in Wissenschaft und Praxis« Dr. Philipp Gut: Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie recht herzlich auch von meiner Seite. Zuerst vielleicht eine kleine Entschuldigung für meine Sprache. Also, was ich jetzt spreche, ist sogenanntes Hochdeutsch. So sagen wir in der Schweiz. Es ist nicht Schweizerdeutsch. Ich habe mal… – Es wird immer mal verwechselt – ein halbes Jahr an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Da, im Ausgang oder so, habe ich immer wieder versucht, möglichst berlinerisch oder wenigstens standarddeutsch zu klingen. Und das Nördlichste, was ich dann geschafft habe in der Einschätzung von mir selbst, war natürlich Berlin. Aber in der Fremdeinschätzung der Berliner war das Stuttgart. Von daher verstehen Sie mich sicher gut. Wir haben vorher schon ernste Themen auch sehr lustig-amüsant behandelt. Ich hoffe, das geht auch in diesem Kreis weiter. Es ist übrigens nicht der Doktrin (=Ansicht) der Veranstalter geschuldet, dass alle Damen hier sitzen. Sie sind automatisch an meine Seite gekommen. Es ist nicht irgendwie so gedacht gewesen. Wir werden jetzt hier die Diskussion weiterführen. Vielleicht zuerst zu Ihnen. Sie hatten das Wort ja noch nicht. Im Zentrum dieses Kampfes, eigentlich auch um die Sozialpädagogik, steht letztendlich das Kind. Frau Walker, Sie setzen sich dafür ein. In der Schweiz hat man ja vielleicht andere Möglichkeiten als hier. Wir kennen die direkte Demokratie. Sie wehren sich dagegen. Können Sie vielleicht ganz kurz schildern, wogegen Sie sich genau wehren und was da die Möglichkeiten sind, um eben gegen diese schleichende Sexualpädagogisierung (=starke Zunahme der Sexualerziehung) der Schulen anzukämpfen. Ulrike Walker: Insofern wehre ich mich eigentlich gegen das Gleiche, wogegen Sie sich auch wehren. Es geht gegen die Sexualisierung im Kindergarten und in der Primarschule (=in der Schweiz Klasse 1-6). Ich habe das nun unmittelbar erlebt. Ich habe ja selber auch vier Kinder in der Schule gehabt. Ich habe da auch so meine Erfahrungen gesammelt. Und dann, als Hausfrau und Mutter, hat man dazwischen auch mal gewisse Langeweile. Und da habe ich mich mal für die Sex-Boxen (= Material-Box zur Sexualaufklärung) interessiert, die Furore (= Aufsehen erregten) gemacht haben, auch in der Presse. Da dachte ich: Ich schau mir das mal an, was denn da so drinnen steht. Und es war doch relativ erhellend. Und habe mich dann auch mit der ganzen Thematik auseinandergesetzt: Sexualisierung, überhaupt Sexualpädagogik, emanzipatorische Sexualpädagogik (=“befreiende“ Sexualerziehung), um hier Professor Sielert (=Uwe Sielert, bekannter deutscher Sexualpädagoge) noch mal zu nennen in diesem Zusammenhang, der heute eigentlich hätte hier sitzen müssen, den ich jetzt allerdings nicht so gut vertrete. Diese ganze Thematik hat mich dann dermaßen interessiert, dass ich gesagt habe: Es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen, weil natürlich Kinder in ihren Schamgrenzen verletzt werden, also wirklich elementar (=grundlegend) verletzt werden und weil es eine Sexualpädagogik ist, die nicht meinem Menschenbild entspricht. Und ich glaube, eine Schule sollte neutral sein, sollte neutrale Wissensvermittlung bringen, aber keine ideologisch verfärbte Sexualpädagogik. Und deshalb habe ich mich als Mutter dagegen gewehrt. In der Schweiz … – Deshalb lebe ich auch so gern in der Schweiz, jetzt schon über zwanzig Jahre. Man hört es leider nicht. Ich kann es auch nicht so gut, den Schweizer Dialekt. Aber ich finde, es ist ein ganz toller Dialekt. – In der Schweiz hat man natürlich die Möglichkeiten, auch als Volk etwas zu machen. Das finde ich natürlich sehr faszinierend. Und da hatten wir zum Instrument der Initiative gegriffen, auch eine Initiative lanciert (=in Umlauf gebracht). Diese Initiative, - wir haben auch 110.000 Unterschriften gesammelt. Im Nachhinein haben wir auch sehr viele Ziele erreicht. Es wurde auch das Kompetenzzentrum (=Zentrum, in dem Fachwissen vermittelt wird) geschlossen. Und andere kleine Ziele durften wir erreichen. Aber letztendlich muss man sich mal fragen, wie groß ist das Risiko, vielleicht eine Initiative nicht zum Erfolg zu führen, einfach, weil die Bevölkerung noch nicht gut genug informiert ist. Es ist ähnlich wie mit der Gender-Thematik (=Strategie zur Beseitigung der Zweigeschlechtlichkeit), dass die Leute gar nicht so richtig wissen: Worum geht es da? Sind wir wirklich bedroht? Also sie sehen auch gar nicht diese elementare (=grundlegend) Bedrohung, die auf sie zukommt. Und deshalb haben wir auch gesagt, dass wir die Initiative zurückziehen, und diese Initiative zu einem Verein umwandeln, der natürlich jetzt das Ganze überwacht. Dr. Philipp Gut: Frau Veigel, Sie haben etwas Ähnliches erlebt, ich glaube, hier in Stuttgart. Sie wehren sich auch gegen … - Ich habe es vorhin genau angeschaut. Es gibt hier Broschüren offenbar, die den Kitas Anleitungen geben sollen. Da gibt es, man glaubt es gar nicht richtig, ein Küss-Projekt, also für die ganz Kleinen. Offenbar erachtet das der Staat als notwendig, dass man den Kindern das Küssen beibringt, das fachgerechte. Es werden verschiedene Küss-Arten unterschieden. Können Sie ein bisschen schildern, was da genau in Stuttgart derzeit abläuft? Anica Veigel: Also, das, was ich weiß, ist, dass das Land schon länger solche Broschüren vorliegen hat. Und der Raum, der offen ist für die „Sexualerziehung“, ist ja schon da. Und jetzt haben sie vor, eben eine Neuauflage zu starten. Und das Tragische ist ja, finde ich, dass ich das gar nicht will als Mama. Ich sitze heute hier als Mama, und ich möchte es einfach nicht. Ich möchte nicht, dass die Sexualität von der Erzieherin oder Krippenleiterin durchgeführt wird. Sondern ich möchte es selber gern meinem Kind vermitteln, was für ein Geschenk. Ich bin glückliche Mama, ich bin auch glücklich als Frau. Ich möchte nicht Mann sein, auf keinen Fall. Männer haben ja andere Probleme. Ich kenne mittlerweile meine Probleme und kann auch gut damit umgehen, würde ich sagen. Aber ich denke, was für ein Geschenk ist es, wenn ich meiner Tochter, - ich habe zwei. - sagen kann, was es ausmacht, Frau zu sein, weil ich es vorleben kann, wenn ich mit ihr über Sexualität sprechen kann, wenn der Zeitpunkt richtig ist. Ich finde es viel zu früh, ein Kind in der Krippe … Entschuldigung, es interessiert sich für Sexualität null, null. Es braucht andere Sachen. Es braucht Grenzen, es braucht Werte, es braucht einen Rahmen. Und was mir dabei ganz wichtig ist, eben die Grenzen. Eigentlich finde ich, es ist eine Grenzüberschreitung, was passiert in unserem Land. Und durch diese Grenzüberschreitung sind die Kinder letztendlich nicht fähig, Grenzen zu setzen. Letztendlich brauchen Kinder zuerst Grenzen, um nachher sich auch frei bewegen zu können. Weil, wenn es erst gelernt hat, mit Grenzen umzugehen, kann es auch eine Freiheit entdecken. So empfinde ich es bei meinen Kindern. Erst dann können sie auch „nein“ sagen. Sie befürworten ja diese Broschüren, dass man praktisch sexuellen Missbrauch verhindert. Deshalb kommen die Broschüren ja raus. Dr. Philipp Gut: Da kommen wir vielleicht nachher noch drauf zurück. Prof. Spieker, Sie haben sich gemeldet? Prof. Dr. Manfred Spieker: Ja, wir haben zwar keine direkte Demokratie wie die Schweiz. Aber in den meisten Schulgesetzen, die Bundesländersache sind, steht drin, dass bei der Sexualkunde die Eltern vor dem Unterricht einzubeziehen sind, dass der Lehrer ihnen das Material zu zeigen hat, dass er mit den Eltern zu sprechen hat. Aber das heißt natürlich, sie müssen zu den Elternabenden hingehen. Aber dann haben sie auch eine Möglichkeit, sei es aus weltanschaulichen, sei es aus religiösen Gründen, Widerspruch einzulegen. Und ich habe ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zitiert, dass der Sexualkundeunterricht, den man nicht aus der Schule ganz ausschließen kann… Er ist auch Gegenstand schulischer Erziehung. Aber dass man in diesem Sexualkundeunterricht auf keinen Fall indoktrinieren (=umerziehen) darf, auf die Weltanschauung Rücksicht zu nehmen hat. Aber all das, was es an Möglichkeiten gibt, setzt voraus, dass Eltern zu den Elternabenden, auch im Kindergarten, erst mal hingehen. Dr. Philipp Gut: Es ist also ein Aufruf an die Eltern, ihre Verantwortung auch wahrzunehmen. Dr. Jakob Pastötter: Aus meiner Sicht reine Theorie. Wenn die …Man muss es wirklich so sagen: Die Techniken, die angewandt werden, um Eltern, die eine andere Ansicht vertreten, zu marginalisieren (=ins Abseits zu drängen) und lächerlich zu machen, sind gigantisch. Selbst wenn ich die Inhalte der Sexualpädagogik der Vielfalt alle ganz toll fände, fände ich die Methoden, mit denen sie umgesetzt werden, mehr als bedenklich. Dieselben Methoden, die angewendet werden, um bei den Kindern einen Konsens herzustellen, dass es doch eine ganz schöne und tolle Sache sei, die wird bei den Eltern genauso angewandt. Wenn Sie sich die Broschüren anschauen, da wird sehr sorgfältig darauf achtgegeben, dass immer wieder betont wird, dass alles, was stattgefunden hat, auf Konsens (=übereinstimmende Meinung) basiert, dass alle Kinder ganz glücklich waren und froh und zufrieden, das mitzumachen. Und dass auch die Eltern, die darüber informiert worden sind, alle ganz froh und glücklich waren, obwohl es natürlich vorher irgendwelche Missstimmungen, Ängste und Befürchtungen gab. Die konnte man aber alle entkräften. Das heißt: Ja, im Prinzip die Möglichkeiten für die Eltern wären da. Die Realität sieht aber so aus, dass die Grundstimmung, die bewusst herbeigeführt wird, positiv ist, das ist eine gute Sache, dass das stattfindet. Und jeder, der da nicht mitmacht, ist verklemmt oder hat irgendwelche anderen Probleme oder wenigstens Wissenslücken. D.h. ja, ich bin auch dafür zu Elternabenden zu gehen. Aber weil ich weiß, … - Ich habe selbst lange Zeit im Erziehungsbereich gearbeitet. - …wie diese Elternabende vorbereitet werden und wie sie dann durchgeführt werden, hat man als einzelne Eltern überhaupt keine Chance, sich dagegen zur Wehr zu setzen, überhaupt nicht. Man wird einfach überstimmt. Ein Wort wie Vielfalt ist ja genial. Wir wollen alle Vielfalt. Wir wollen Vielfalt beim Essen. Wir wollen Vielfalt bei der Kleidung. Wir wollen Vielfalt beim Urlaub machen. Wie kann ich gegen Vielfalt sein? Ulrike Walker: Ich hab auch genau dieses Beispiel, weil was Sie da gerade gesagt haben, habe ich ganz praktisch erlebt, nicht ich persönlich als Mutter, sondern eine andere Mutter, die das genau eins zu eins wiedergeben kann, wie so ein Unterricht stattfindet, oder so ein Elternabend. Da sieht das alles ganz wunderbar aus. Aber gewisse Materialien werden teilweise auch gar nicht mehr gezeigt. Und weiß man dann vielleicht von dem einen oder anderen Kind, dass da noch mehr gezeigt wurde, was den Eltern nicht präsentiert wurde an diesem Abend und fragt nach, dann bekommt man sehr sonderbare Antworten: Dass es nicht stimmen würde oder dass die Kinder da lügen, dass sie sich das nur ausgedacht haben, dass nie irgendwelche Plakate oder Bücher gezeigt worden sind. Man versucht es dann auf dieser Ebene. Dr. Philipp Gut: Also, ganz allein ist man nicht. Ich sehe es nicht ganz so düster wie Sie. Natürlich sind das Versuche, das schön zu reden, möglichst im Sinn dieser Ideologie darzustellen. Die hier sitzen, da sind wir nicht ganz allein. Es sind, glaube ich, über tausend Leute im Saal. Ich glaube, es ist schon eine gewisse Bewegung da. Das zeigen ja auch Sie. Vielleicht allein jetzt von der Wissenschaft her…Ich muss jetzt ein bisschen die Rolle des Advokatus Diaboli (=Person, die bewusst eine Gegenposition vertritt) spielen, weil alle abgesagt haben, die quasi diese Ideologie vertreten. Das ursprüngliche Argument, was mir schon noch einleuchtet, ist dann natürlich: Es hat sich jetzt ausgeweitet. Wenn man … In diesen Broschüren z.B. steht drin, man soll da ein „Geschlechtswechselspiel“, also wörtlich. Es ist schon ein bisschen seltsam in diesem Alter bei normalen Kindern. Da herrscht Konsens, dass es merkwürdig ist. Das Argument, das für mich schon etwas Deftiges hat: Für eben sexuelle Aufklärung, Sie (Dr. Pastötter) haben gesagt: Bildung, Erziehung, da muss man die Begriffe ein bisschen unterscheiden. Das nützliche Argument, was vielleicht auch rational nachvollziehbar ist, finde ich eben schon, dass man sagt: Das schützt eben auch vor Missbrauch, auch weil man weiß, es gibt so was. Man weiß als Kind, man hat diese Rechte, man soll das nicht zulassen. Wie würden Sie das sehen? Oder ist das auch ein vorgeschobenes Argument quasi für die Aufklärung in der Schule? Dr. Raphael Bonelli: Also, ich muss jetzt erst mal meine Kompetenz (=Qualifikation)schmälern, weil ich kein Kinderpsychiater bin. Und ich sehe das aus der Sicht des Erwachsenenpsychiaters. Aber ich habe genug Opfer von kindlichem Missbrauch als Erwachsene. Und ich habe auch, das habe ich eben schon gesagt, die Tätertherapie. Es beginnt immer mit der Sexualisierung des Kindes, immer. Es geht darum, dass das Kind, das kein Interesse an Sexualität hat, danach ein Interesse für Sexualität hat. Und zwar … Ich habe jetzt einen Täter im Auge. Also, ich arbeite da mit dem Opfer. Der hat ihm immer Pornofilme vorgespielt. Es war ein homosexueller Übergriff. Und Pornofilme vorgespielt … war ein Jugendlicher. Ephebophilie (=sexuelle Neigung zu Kindern im pubertären Alter (14-18 Jahre)) nennt man das. Und dann hat er gesagt: Geh jetzt und mach das mit dem Mädchen, usw. Also, er hat den Knaben animiert, mit dem Mädchen irgendwas zu haben, um dann diese Beziehung zu hintertreiben. Aber um dann diesen Burschen sexualisiert zu haben. Also das ist ein klassisches Muster, und genau dieses Muster passiert. Also, wenn Kinder nachfragen, und ich glaube, das wurde früher vielleicht falsch gemacht: „Pfui, pfui, das darfst du nicht.“ Ich nehme an, vor hundert Jahren war das so. Aber vielleicht haben wir das auch noch erlebt. Wir wissen heute, dass das nicht gut ist. Und da haben sie eben auch Recht. Aber dass man dem Kind etwas aufs Auge drückt, wonach das Kind überhaupt kein Verlangen hat, das, finde ich, ist ein Verbrechen. Aber … also, ich hatte da eine Frau, … das fällt mir jetzt ein. …eine unverheiratete, 35-Jährige, die nie mit einem Mann etwas haben wollte und sie wusste nicht genau, warum. Und dann ist es ihr eingefallen, dass da ein Mann mal übergriffig war. Der hat ihr in die Unterhose gegriffen, als sie sechs Jahre alt war. Wir haben dann eine Stunde lang diese Trauerarbeit gemacht. Sie hat mir nur gesagt, was sie da für Gefühle hatte. Das ist einfach entsetzlich. Und es hat ihr Leben verändert, meine Damen und Herren. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist nicht so … Und viele … Eine andere Frau, die mir jetzt einfällt, die ist immer überfallen worden auf dem Heimweg, auf einem Rückweg, mit sechs oder sieben Jahren, von irgendeinem Perversling. Der hat immer nur sich selbst ausgezogen und gesagt: Möchtest du mal fassen? …und so. Die konnte zwei, drei Stunden nachher nichts mehr sagen. Den Eltern ist das leider nicht aufgefallen, dass das Kind nicht spricht zwei, drei Stunden. Die konnte Jahrzehnte lang darüber nicht reden. Also, was wir im Moment mit diesen Kindern anstellen, werden wir vielleicht erst in Jahrzehnten hören, weil diese Kinder das gar nicht artikulieren können. Dr. Philipp Gut: Gibt es da nicht bestimmte Muster? – Wenn wir mal kurz bei diesem Thema bleiben. – Wenn solche Übergriffe stattfinden, inwieweit kann man sagen, dass das im Normalfall die Sexualität so und so dann später stört? Oder ist das völlig individuell? Oder gibt es da irgendwelche Dinge in Ihrer beraterischen Tätigkeit, die Sie da erkannt haben, was sich da wiederholt? Dr. Raphael Bonelli: Also, ich habe jetzt keine Studien im Kopf. Aber ich habe relativ viele Erfahrungen mit Patienten. Viele, die eine homosexuelle Neigung haben, hatten einen homosexuellen Übergriff in der Kindheit. Damit will ich nicht sagen, dass es immer so ist. Ist es sicher nicht. Aber das ist relativ häufig. Manche haben einen Übergriff, den erzählen sie so nebenbei, so wie manche Frauen auch sagen: Ich bin vergewaltigt worden, und das war halt damals so, nach dem Krieg. - Das gibt’s auch, aber bei den meisten eben nicht. Viele haben ein unheimlich gestörtes, eine gestörte Beziehung zur Sexualität und dann eben, wenn es Frauen sind, ganz besonders zu Männern. Also, diese eine Frau sagt: Männer, das ist so grauselig. Also, Männer bäh. - Weil eben, naja, weil sie falsch gepolt worden sind. Weil eben dieser Mann, der sich nur gezeigt hat und dann hat er immer blöde Witze gemacht. Der hat sie eh nie berührt. Dr. Phillip Gut: Wir sind ja hier unter uns, da darf man es vielleicht sagen. Es ist ein bisschen ein Tabu: Aber warum sind eigentlich so viele Übergriffe von Homosexuellen auf Jüngere? Also, diese Pädophilie, warum ist das quasi weitgehend, nicht nur, aber ich würde sagen ziemlich oft ein Schwulenproblem? Dr. Raphael Bonelli: Ich bin relativ gut informiert über kirchliche Missbrauchszahlen. Davon sind über 70% homosexuelle Übergriffe. Das bedeutet: Von erwachsenen Männern auf fast erwachsene Burschen. Das sind keine Pädophilie (=sexuelle Neigung zu Kindern (bis 14 Jahre))-Fälle im eigentlichen Sinne, sondern Ephebophilie (=sexuelle Neigung zu Kindern im pubertären Alter (14-18 Jahre))-Fälle. Dann 20% auf Mädchen, auch im geschlechtsreifen Alter. Und der Rest, ganz wenige, aber noch viel zu viele, wirklich auf Kinder. Und in Österreich, … von den 40 schweren Missbrauchsfällen, die es gegeben hat, sind 39 von 40 homosexuelle. Warum das so ist, wissen wir heute nicht, wissen wir nicht. Aber Tatsache ist, dass es hier einen Zusammenhang gibt, über den niemand redet, obwohl es jeder weiß. Denn diese Zahlen sind bekannt. Dr. Philipp Gut: Ich komme vielleicht später noch einmal auf diesen Komplex zurück. Ich möchte den Überbau noch ein bisschen genauer zeichnen. Sie (Prof. Dr. Manfred Spieker) haben das Buch geschrieben: „Gender-Mainstreaming (=Strategie zur Beseitigung der Zweigeschlechtlichkeit) in Deutschland“, und ich habe auch Thesen von Ihnen gehört, Herr Pastötter, warum sich das eigentlich so ausgebreitet hat. Wir haben es da mit verschiedenen Netzwerken zu tun, staatlichen Aktivitäten, Aktivisten, die Lobby ist da sehr stark. Aber letztlich frage ich mich eigentlich schon: Das ist doch eigentlich eine Minderheitenmeinung. Weshalb ist das so verbreitet worden, dass es quasi zu einer Staatsdoktrin wird? Weil nicht nur die Leute im Saal, ich glaube draußen auf der Straße, wenn sie da eine Umfrage machen, würden die meisten Leute denken: Natürlich gibt`s diese unterschiedlichen Geschlechter, das Gender-Mainstreaming ist eine merkwürdige Ideologie. – Weshalb ist das so wichtig geworden? Was ist da eigentlich Ihre Erklärung dafür? Prof. Dr. Manfred Spieker: Also, Herr Pastötter hat ja schon über das Geld gesprochen. Wenn Sie sich die öffentliche Verwaltung vornehmen, wenn Sie sich die Universitäten vornehmen. - Es soll 220 Hochschullehrerstellen für Gender Studies (=Geschlechterforschung) geben, davon 190 in Deutschland. Also, mehr als wie Herr Kraus, der frühere Präsident des Lehrerverbandes, immer sagt: Mehr Lehrstühle als für alte Sprachen. Das ist eine Möglichkeit an Stellen, an Geld zu kommen. Ich brauche nur auf die theologischen Fakultäten zu blicken. Wenn irgendwo in katholisch-theologischen Fakultäten neue Stellen geschaffen wurden in den letzten zehn Jahren, hatten sie etwas mit Gender-Studies (=Geschlechterforschung) zu tun. Und die Absolventinnen dieser Lehrstühle oder Institute drängen in die katholischen Frauenverbände oder in Pastoralabteilungen und machen dann solche Flyer, wie wir sie im September präsentiert bekommen haben. Also, es ist für Leute mit einem Interesse an einer akademischen Karriere die sicherste Bank, diese Karriere zu realisieren. Aber es kommt auch hinzu, dass diese Lobby (=Interessenvertretung, hier die der Schwulen und Lesben) unheimlich aggressiv und schlagkräftig ist. Jeder AStA (=Allgemeiner Studentenausschuss) hat heute ein Schwulen- und Lesben-Referat (=Interessenvertretung für Schwule und Lesben) und stellt jeden Professor zur Rede, der da vielleicht mal abseits vom Mainstream oder der Political Correctness, etwas zu sagen wagt. Dr. Philipp Gut: Das ist auch ein interessantes Phänomen. Sie geben sich als die Toleranten - Vielfalt haben wir vorher angesprochen, ist quasi schon der Grundbegriff, sieht sehr tolerant aus, ist aber letztlich intolerant. Das war übrigens auch der Anlass, durch den ich Frau von Beverfoerde kennengelernt habe. Mal zusammen, mal in einer Fernsehtalkshow bei Maybrit Illner. Aber nachher, ich wurde ziemlich ausgebuht, - mit einem bisschen eher nicht diesen Gender-Mainstream (=Strategie zur Beseitigung der Zweigeschlechtlichkeit) und absolut jetzt, - ja sagen wir jetzt von Beginn weg mal schwulenfreundlichen Position. Das geht dann gar nicht und dann haben Sie nachher Riesenshitstorms(=lawinenartige, negative Kritik), wie sonst nie. Also Sie können politisch fast alles sagen, aber wenn Sie so was sagen, dann kriegen Sie wirklich den größten Müll. Ich wurde dann als Journalist auch ausgezeichnet als sogenannte Homogurke. Das sieht man schon, wie, woher kommt eigentlich das? Ich meine, wie erklären Sie sich diese Militanz (=aggressives Auftreten), auch dieser Leute? Die sind doch gar nicht mehr diskriminiert in unserer Gesellschaft. Es gibt Länder, wo man noch gesteinigt wird vielleicht, aber in unseren Breitengraden ist das ja nicht der Fall. Woher kommt diese Intoleranz der Toleranten? Dr. Jakob Pastötter: Es gibt zwei Erklärungen. Eine hat Professor Bonelli genannt. Es ist die narzisstische (=jemand, der bei Frustration hochemotional reagiert) Kränkung, die dann eben umschlägt in Aggression. Das ist der eine Teil. Ich bin immer gerne für individuelle Erklärungen. Aber andere Erklärungen, weil Sie gesagt haben, die Schlagkraft, ja weil man das lernt. Sie glauben doch nicht, dass Sie in Gender-Studies einfach nur etwas über Gender lernen. Nein, da lernen Sie vor allem Kämpfen für Gender. Es gibt ganze Handbücher, ganze Vorschriften, wie man Gegner von Gender bekämpft. Und dagegen sind Sie machtlos, weil das impulsiv, emotional bewegt und individuell daherkommt. Ein Symbol, wie der Regenbogen – können Sie was gegen ein Symbol wie der Regenbogen sagen? Wir alle lieben den Regenbogen. Wir alle lieben die Vielfalt. Dagegen ist praktisch nichts zu machen. Aber, wenn das einhergeht mit sehr detaillierten Regeln, wie ein Gegner zu bekämpfen ist, dann sind Sie Experte dafür. Und das ist nichts, was gestern erst entstanden ist, sondern was im Zuge der politischen Bewegung als Gender entstanden ist. Sie müssen sich ja immer vorstellen, Gender beruht auf Vorarbeiten. Die erste Vorarbeit war der Marxismus (=die von Marx u. Engels begründete Theorie des Kommunismus). Dann aber war der Marxismus ganz fürchterlich und hat entsetzlich enttäuscht - im 1. Weltkrieg und dann eben auch in den USA, bis hin zum Vietnamkrieg, als die Arbeiter mitnichten revolutionär waren, sondern plötzlich ihre nationale Seele entdeckt haben. Also: Marxismus - gescheitert am Nationalismus. Dann kam der Feminismus (=Frauenbewegung), die die Aufhebung der traditionellen Rollenverteilung durchsetzen will, mit der Idee: Wir wollen Gleichberechtigung. Wunderbar, lässt sich umsetzen. Nur, das hat nicht so ganz funktioniert. Wir haben bis heute in den Aufsichtsräten immer noch nicht Parität (=Kräftegleichgewicht) erreicht. Das war das Ziel. Dann gab es eine weitere Welle von Feminismus (=Frauenbewegung, Frauenbewegung, die die Aufhebung der traditionellen Rollenverteilung durchsetzen will), und die hat gesagt, um es jetzt überspitzt zu formulieren: Wir können uns nicht aufhalten mit Klassenkämpfen, wir können uns nicht aufhalten mit Gleichberechtigung, wir müssen an die Wurzel gehen. Und die Wurzel ist dann ein sehr starkes Antriebsmittel, um auch radikal zu argumentieren, ist die grundlegende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Dr. Raphael Bonelli: Ich würde jetzt gerne auch was sagen. Also, ich arbeite relativ häufig auch mit Menschen mit homosexueller Neigung. Nicht, weil sie homosexuell sind, sondern weil sie andere Probleme haben, und ich möchte bitte schon differenzieren zwischen einer Lobby, die es wirklich gibt - sehr aggressiv - und dem einzelnen Menschen, der sich vielleicht mit dieser Lobby überhaupt nicht identifiziert, und sie für lächerlich erachtet oder für schmerzhaft. Ich kann mich an einen Patienten erinnern, der hat fürchterlich darunter gelitten, wie sich „seine Lobby“ da exponiert hat in Österreich. Und der ist zum Beispiel auch gegen Adoption. Also man darf nicht ein Feindbild machen, das es so nicht gibt. Es gibt DIE Schwulen nicht, genauso wie es DIE Katholiken nicht gibt. Es gibt eine katholische Lehre immerhin, aber es gibt keine schwule Lehre. Es gibt eine schwule Praxis, aber selbst die machen nicht alles. Es gibt ja homosexuell Geneigte, die das nicht praktizieren. Die gibt es auch. Also, es gibt homosexuelle Menschen, die darunter leiden, diese Neigung zu haben. Die gibt es auch. Die wollen die Schwulenlobby schon gar nicht. Die hassen sie am meisten. Ulrike Walker: Ich glaube es ist immer ein Unterschied, ob man Aktivist ist oder nicht. Da hat man eine ganz andere Dynamik. Und ob man sich so an das Weltbild festkrampft, dass man das einfach nicht loslassen kann, aber ich glaube auch, keine Gelassenheit hat, mit dem anderen zu diskutieren. Das wurde ja, - Frau von Beverfoerde hat es ja versucht, auch die Gegenseite einzuladen. Dass man nicht in Gelassenheit und Ruhe darüber reden kann. Das ist für mich auch schon immer wieder sehr frappant feststellen zu müssen, dass das leider nicht funktioniert. Dr. Jakob Pastötter: Steht aber auch so in den Lehrbüchern drin: „Mit dem Gegner wird nicht diskutiert!“ Ulrike Walker: Punkt! Dr. Philipp Gut: Sie haben vorher gesagt, Herr Pastötter, dass die sehr gut organisiert sind. Sie haben das mit dem Organisationsgrad erklärt. Wie ist das jetzt von Ihrer Seite her? Was haben Sie für Erfahrungen gemacht, jetzt, quasi im Widerstand gegen diese Genderideologie. Wie spüren Sie da so, wie groß ist da die Unterstützung? Sind das irgendwie noch kleine Kreise, oder haben Sie eigentlich breiten Rückhalt in der Bevölkerung? Wie sieht das aus? Ulrike Walker: Also, ich würde sagen sehr breit. Ich glaube, es braucht wirklich viel Überzeugungsarbeit. Wir haben da dreißig, vierzig Jahre geschlafen, mehr oder weniger, und das kann man nicht in einem Jahr aufholen. Ja, und ich denke auch in der Bevölkerung nicht. Und ich denke gerade so die Gruppe die 1950 -1960 geboren wurde, die versteht natürlich gar nicht, was wir möchten. Die Jüngeren hingegen wiederum schon. Also mit denen kann man vielmehr auch reden, und die haben auch teilweise wirklich noch ein gesundes Schamgefühl, was bei den Älteren nicht mehr vorhanden bzw. ist. Also, das ist verloren gegangen. Deshalb ist der die Breite, - so breit abgestützt in der Bevölkerung noch nicht. Aber ich glaube, so langsam kippt es. Und das Interesse wächst, und auch mal nachzufragen, was sich denn genau hinter diesem Gender-Mainstreaming verbirgt. Und das ist natürlich erfreulich. Ich denke, das lässt auch wieder hoffen. Dr. Philipp Gut: Wie reagieren, - vielleicht Frau Veigel -, eigentlich die Lehrpersonen darauf? Ist das Ablehnung, oder gibt es Lehrer, die das auch verstehen, dass Sie da Widerstand leisten? Anica Veigel: Also, ich leiste jetzt keinen Widerstand, oder ich bin auch nicht aktiv. Ich bin einfach Mama und versuche meine Kinder in all dem gut zu erziehen, wo mein Herz ist. Aber ich merke, möchte gerade nochmal zurückgreifen, auf das was Sie gesagt haben. Viele bei uns - wir leben in einer ländlichen Gegend - nehmen das gar nicht so wahr, dieses Gender. Weil, eben wenn sie sich damit befassen, sagen sie: „Das kann doch gar nicht wahr sein.“ Also das ist so absurd. Das ist fast lächerlich, wenn man sich damit auseinandersetzt. So, das sind die normalen Mamas, die jetzt nicht studiert haben. Die sagen: „Das kann doch eigentlich nicht wahr sein!“ Weil, wir diskriminieren keine Schwulen oder Lesben, das sind teilweise Freunde von uns, oder das ist Alltag. Aber wir,... - was wollte ich jetzt sagen? Dr. Philipp Gut: Vielleicht auch das Gefährliche, wenn man es nicht so wahrnimmt. Eigentlich, der Feind ist ja das Unbekannte. Anica Veigel: Und es ist fast lächerlich, darüber zu reden. Und so, viele nehmen es nicht als Bedrohung wahr, weil es so absurd ist. Und ich meine, wenn wir heute mal so in unsere Welt reingucken, das möchte ich einfach auch noch sagen: Baden-Württemberg möchte Vorreiter sein. Mein Baden-Württemberg, unser Baden-Württemberg - Vorreiter sein für Vielfalt, für Akzeptanz, für Toleranz, für sexuelle Vielfalt! Und ich guck in Baden-Württemberg rein, und in unser Deutschland, als Mama von drei Kindern und sag: Okay, wir haben wirklich Probleme heutzutage, haben wir - Flüchtlinge, Terroranschläge usw. … Wir haben so viele Probleme heutzutage, was brauch ich sexuelle Vielfalt? Entschuldigung! Jeder darf seine Sexualität ausleben. Aber, es sind doch nicht wirklich die Nöte, die wir haben, sind es nicht wirklich. So, und ich brauche eigentlich Sicherheit, Orientierung, Halt. Das möchte ich meinen Kindern vorleben. Das brauche ich. Und ich brauche keine sexuelle Vielfalt oder Toleranz. Toleranz wird für mich geboren in dem, dass ich meinen Kindern beibringe: Hey, du respektierst den anderen, du achtest und liebst und wertschätzt den anderen, und Beziehungsarbeit leiste. Und nicht von oben runter sag: Wir sind jetzt alle tolerant! Denn dann sind wir garantiert nicht tolerant. Weil, wir sind Menschen, wir sind keine Agenda, wir sind keine Projekte. Wir sind keine Projekte. Wir sind Menschen mit Herz. Und dieses Herz fehlt heute, ihr Lieben – dieses Mama-Herz, dieses Herz, das Wärme reinbringt, Liebe, Nähe, und ich finde, wir Mütter (mir geht es nicht darum, als Mama hinzustehen und zu sagen, wir Mütter sind so toll) – sondern es braucht einfach wieder dieses Mutterherz wieder. Und dem wird kein Raum gegeben – schade. So schade. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ulrike Walker: Ja, und vielleicht grade anschließend an die Mütter – wenn sich jemand diskriminiert fühlen müsste, dann müssten es die Mütter eigentlich sein. Anica Veigel: Ja, absolut. Ulrike Walker: Sie haben über Jahrzehnte keine Wertschätzung erfahren. Das ist entscheidend für mich, dass sie eigentlich das ertragen. Wir hatten es heute mit dem Ertragen - Müssen, Meinungen ertragen. Ich glaube Mütter müssen relativ viel ertragen, oder mussten relativ viel ertragen auch in der Vergangenheit. Und das schult aber auch und macht natürlich auch Persönlichkeiten wieder aus. Und das ist eine Not, dass das nicht mehr möglich ist, auch andere Meinungen stehen zu lassen. Dr. Philipp Gut: Sie haben auch geklaut den Wahlspruch: Mütter aller Länder vereinigt euch. Das passt dazu. Dr. Raphael Bonelli: Ich würd gern was beitragen zum Thema: Wieso kann sich das so verbreiten? Es gibt ein Phänomen, das eigentlich aus der Psychiatrie kommt. Ich nenne es Moralischer Narzissmus (=nur was ich mache ist richtig): Ich bin so gut, ich bin so tolerant, ich bin so gut, dass ich das alles toleriere und die bösen Intoleranten, die mache ich fertig. Man hat das Gutmensch genannt; aber dieses Wort ist schon fast verbraucht, deswegen nenne ich es jetzt Moralischer Narzissmus, weil es unheimlich moralinsauer (=in übertriebener, aufdringlicher Weise moralisierend) ist. Es hat ständig den Zeigefinger oben. Es ist moralinsaurer als jeder Pfarrer auf der Kanzel. Die trauen sich sowieso nichts mehr zu sagen. Und es hat so viel triefendes Moralin und immer: Ich mach das richtig und du hast jetzt das N-Wort gesagt oder das Sowieso-Wort oder ich bin entrüstet. Also, so wie man im Victorianischen Zeitalter entrüstet war, wenn irgendein Genital genannt wurde. So ist man entrüstet, wenn man das falsche Wort sagt. Und diese Menschen sind moralisch so korrupt, dass man nur sagen würde: „Ich werde diskriminiert“, und sie sind dafür. So viele Homosexuelle gibt es nicht und diese Genderbegeisterten (=Befürworter von mehr als zwei Geschlechter)– also da gibt es Menschen, die ein Genderproblem (=Geschlechtsproblem) haben in sich. Aber das sind auch ganz Wenige. Aber die große Masse, das sind diese Mitläufer, die sagen: „Und wenn ich da jetzt „Ja“ sage, dann bin ich ein wirklich guter Mensch und alle applaudieren mir.“ Ulrike Walker: Darf ich noch kurz etwas dazu sagen. Mir fällt gerade noch etwas dazu ein. Sie haben eben gesagt, die narzisstische Persönlichkeit (=krankhaft ich-bezogene Person, mit wenig Einfühlungs- Vermögen) spielt eine ganz entscheidende Rolle. Das glaube ich auch. Ich habe auch ein interessantes Buch gelesen und finde es köstlich, weil es einen großen Wahrheitsgehalt hat. Und dass gerade diese Persönlichkeiten, die wahrscheinlich diese Veranlagung haben, auch nicht sagen können: „Ich hab mich geirrt.“ Denn viele sehen ja so langsam auch, dass sie sich in eine Sackgasse hinein manövrieren, aber sie sind nicht in der Lage zu sagen: „Ich habe mich geirrt.“ Das wäre dann wahrscheinlich wieder irgendwie ein Mangel, dann wär der perfekte Mensch nicht mehr da. Sondern, das zeigt für mich immer wieder auch so eine Minderwertigkeit. Dr. Raphael Bonelli: Genau, und dieses Ausblenden einer ganzen Wirklichkeit, also sämtlicher biologischer Studien, sind für Judith Butler Biologismus (=abwertender Begriff für biologische Gesetzmäßigkeiten). Und damit ist das Thema beendet. Also, dass Frauen kleiner sind als Männer, das ist dann nicht mehr präsent. Die hat so einen riesigen blinden Fleck, dass ich gar nicht mehr weiß, wie sie über die Straße kommt. Ulrike Walker: Aber ich gebe trotzdem die Hoffnung nicht auf. Ich glaube immer noch, dass, wie gesagt, die Hoffnung gebe ich prinzipiell nicht auf. Aber es gibt ja einen, der zumindest mal gesagt hat: „Ich hab mich geirrt.“ Es war noch kein Genderist (=behauptet, Geschlecht sei kulturell angeeignet), leider. Aber da müssen wir vielleicht noch ein paar Jahre warten, aber es war ein Klimaforscher, ein Klimaaktivist. Und das ist ja erfreulich, dass er zwar im Alter von, ich glaube ein- oder zweiundneunzig Jahren gesagt hat: „Das war ein Irrtum – die ganzen Berechnungen.“ Und das ist für mich dann aber auch menschliche Größe, zu sagen: „Es war ein Fehler.“ Machen wir alle nicht gern, glaube ich. Dr. Raphael Bonelli: Ich würd gerne Ihnen widersprechen, damit es ein bisschen farbiger wird, Professor Pastötter. Sie haben gesagt, das ist alles sinnlos und man soll sich da gar nicht melden, die machen uns eh fertig. Ich überzeichne es ein bisschen. Also wir brauchen Zivilcourage. Wir brauchen Menschen, die sagen: „Halt, mit mir nicht!“ Also ich hab das Buch leider nicht gelesen, aber ein Freund von mir hat mir ein Buch empfohlen, das heißt „You’re Teaching My Child What?“ Also das ist einfach herrlich. Ja, da geht es um Sexualaufklärung und er sagt: „Entschuldigen Sie, was wollen Sie meinem Kind sagen? Hallo!“ Dieses Selbstverständnis zu sagen – z.B. meine Nichte ist jetzt im Kindergarten und ein Kindergartenlehrling, so ein armes sechzehnjähriges Wesen, hat den Kindern dann erklären müssen, was für Familienformen es gibt. Meine Schwester ist dort hingegangen und die hat kaum mehr geatmet. Also ich glaube, selbstbewusst auftreten, sagen: „Hier ist eine Grenze, kommt gar nicht in Frage!“ Je mehr das machen, umso mehr sagen: „Ok, die lebt noch immer, dann kann ich eigentlich auch aufstehen.“ Also ich glaub, meiner Meinung nach müssen wir so lang laut sein, bis die Mitläufer wieder kippen. Weil es sind ganz wenige Hardcore-Durchgeknallte (=extrem Durchgeknallte). Sondern das Problem sind die Mitläufer. Und es kann übermorgen schon wieder moralisch toll sein, weil der Moralische Narzissmus (=nur was ich mache ist richtig)ändert sich ja nicht, aber das kann moralisch toll sein, für – ich weiß nicht was – für die Kinder, … Ulrike Walker: Familie, Vater, Mutter, Kind Dr. Raphael Bonelli: für Familie zu sein. Wissen Sie, wie ein Fähnchen im Wind! Wir kommen alle aus Nationen, die vor 70 Jahren ganz traurige Zeiten durchgemacht haben. Es war nie die Mehrheit, die die Verbrechen begangen hat; aber wir haben es zugelassen. Anica Veigel: Also, das find ich super, was Sie gesagt haben. Das möcht ich unterstreichen. Wir Mütter und Väter müssen eigentlich aufstehen, unsere Rolle als Mama und Papa – das gibt es nur einmal auf der Welt; die Rolle, die kann man auch nicht delegieren, wie jeden anderen Job oder Beruf – dass wir unsere Verantwortung wieder wahrnehmen. Und wir hatten lange Zeit, glaube ich, in Deutschland das Vorrecht uns ausruhen zu können auf irgendwelchen Werten oder sicheren Ebenen. Aber ich muss sagen, das bricht immer mehr weg - indem, dass wir uns nicht mehr ausruhen dürfen und zurücklehnen können und sagen können: Ok, der Lehrer macht es richtig; die Erzieherin macht es richtig. Nichts gegen die Pädagogen, die machen das toll. Aber einfach zum Überdenken und Hinterfragen: Was machen sie mit meinem Kind? Ich möchte wissen: Fragen Sie nach? Also an alle Eltern: Fragen Sie nach bei Ihren Erzieherinnen! Klären Sie auf, wie machen Sie das? Fragen Sie bei den Lehrern nach, was machen Sie in der Sexualaufklärung? Gehen Sie in die Elternarbeit, den Elternbeirat, gründen Sie einen Verein für die Schule. Also es gibt so viel Möglichkeiten, aktiv zu sein. Weil wenn wir nicht aktiv diese Verantwortung für unsere Kinder übernehmen, nimmt sie jemand anders, z.B. Gender, liebend gern. Dr. Philipp Gut: Noch eine Verteidigungsrede von Ihnen: Dr. Jakob Pastötter: Ich muss mich natürlich wehren. Denn ich bin natürlich für den Kampf, sonst würd ich nicht hier sitzen. Aber ich bin gegen Kanonenfutter. Ein Kampf muss gleichberechtigt geführt werden. Ich beschäftige mich jetzt seit 15 Jahren mit dem Thema und bin erstaunt, wie komplex (=umfassend)es ist. Wer also meint voller guter Absicht, voll guter Ansicht, voll gesundem Menschenverstand etwas zu erreichen, den lässt man gegen die Wand fahren. Also plädiere ich wirklich dafür: Ja, wir müssen kämpfen, aber bitte mit Fakten. Hinschauen, lernen – das ist anstrengend. Das ist viel anstrengender, als ein gutes Gefühl zu haben. Ich kann dahin gehen, aber ich weiß, wie diese Diskussionen ablaufen. Man lässt Sie gegen die Wand knallen, und das ist keine Betonwand. Die könnte man wenigstens sehen, sondern das ist eine rosa Gummiwand. Also wenn Sie das machen, ja bitte machen Sie es – ich fordere Sie auch auf dazu. Nehmen Sie Position. Aber machen Sie sich vorher die Mühe, gehen Sie ins Internet, schauen Sie, mit welchen Bandagen da gekämpft wird. Und nochmal: das sind keine Boxhandschuhe, da ist auch nicht irgendein Maschinengewehr im Rücken, sondern da wird weich argumentiert. Da wird so weich argumentiert, dass Sie drin wie in Zuckerwatte versinken. Es läuft immer drauf hinaus: Wenn Sie wollen, dass es Ihrem Kind gut geht, dann müssen Sie doch sehen, wie wichtig das für ihn ist. Dann kommen Argumente und dann kommen Beispiele und dann kommen Zahlen und dann kommen die ganzen Studien, die eindeutig belegen, wie wichtig das ist. Wenn Sie darauf dann nicht argumentieren können, dann hat man Sie marginalisiert (=ins Abseits geschoben). Anica Veigel: Also, ich hab mich mit Gender nicht so befasst wie Sie, natürlich nicht. Aber ich möchte auch nicht sagen, dass wir alle aufstehen sollen und dagegen kämpfen, überhaupt nicht. Sondern mein Herz ist eigentlich, ich diskutiere mit solchen Leuten nicht, weil, sie sind nicht wissenschaftlich. Sie glauben, das ist ein Dogma für sie. Und wie soll ich mit jemandem diskutieren, der glaubt. Auch ganz schwierig, weil er glaubt. Dein Glaube hat Dir geholfen. So, ich diskutiere nicht, sondern ich frage einfach: Wie sieht es bei Euch aus, wie macht Ihr das? Und dann diskutiere ich nicht sondern ich sage einfach: Ich möchte es nicht. Stopp! Wenn das kommt. Bitte Nachricht. Mein Kind macht nicht mit. Es ist mein Kind! Das ist alles. Ne, ich würd nicht diskutieren, weil, wenn Sie diskutieren, haben Sie wirklich verloren. Also das ist wirklich so, ich würd nicht diskutieren. Dr. Philipp Gut: Christlicher Sozialethiker (=jemand, der sich mit den gesellschaftlichen Bedingungen eines guten Lebens befasst) ist gefragt. Prof. Dr. Manfred Spieker: Na ja, ich rede schon auch als Vater. Also die 19 Enkel sind ja nicht vom Himmel gefallen. Meine Frau und ich, wir haben 6 Kinder und haben manchen Elternabend absolviert, allerdings in den 1970er Jahren und … Dr. Raphael Bonelli: Ah, die gute alte Zeit! Prof. Dr. Manfred Spieker: Der Jüngste ist Jahrgang 83. Der und seine Frau erwarten jetzt das zweite Kind. Das haben sie uns mitgeteilt, mit der Bemerkung: Wir würden Euch gerne noch auf 20 Enkel bringen. Also, da sah‘s nicht anders aus, aber ich will auch nicht dafür plädieren. Also ich plädiere nach wie vor ohne jede Einschränkung: Gehen Sie zu Elternabenden! Ich plädiere nicht dafür, da gleich aggressiv zu werden, aber fragen Sie einfach nach den Materialien, die in diesem Unterricht verwendet werden und wenn der Lehrer oder die Lehrerin sagt: Hab ich nicht da, oder sind im Lehrerzimmer und da ist heute niemand mehr, der aufsperrt. Dann machen Sie einen Termin aus. Und bestehen Sie drauf, Einsicht zu nehmen und dann kommt erst der zweite Schritt. Da brauchen Sie nichts von Gender zu wissen, sondern Sie haben einfach Sorge für Ihre Kinder. Aber weil Sie vorher fragten, welche Erfahrungen man machte mit der Aggressivität der Homolobby (=Interessenvertretung der Homosexuellen). Also, ich war dreimal eingeladen im hessischen Landtag zu Anhörungen bei Gleichstellungsgesetzen, 2007, 2009, 2010. Das war die Zeit, wo der Hessische Landtag die kürzeste Halbwertszeit hatte in Deutschland. Jedes Mal ein neuer Landtag. Mir saßen immer 7 Schwulen- und Lesbenverbände gegenüber. Der damalige Vorsitzende der hessischen Schwusos. Schwusos sind die schwulen Sozialdemokraten. Der war kurze Zeit später dann der Bundesvorsitzende. Da gab´s mal eine Sendung im NDR, wo man anrufen konnte. Und der Moderator fragte, das war das Thema der Sendung: Haben wir schon genug getan? Ich glaub, es war 2012, 10 Jahre Lebenspartnerschaftsgesetz. Haben wir schon genug getan für die Lebenspartnerschaft oder müssen wir noch mehr tun? Und dann rief ich da an und hab gesagt, wir haben schon viel zu viel gemacht. Das hat den Moderator etwas aus dem Konzept gebracht, aber der, der mich kannte von Wiesbaden, von den hessischen Anhörungen, saß da drin als Bundesvorsitzender der Schwusos. Und der war dann ziemlich irritiert, weil er mich auch schon an der Stimme kannte. Und natürlich hab ich nicht verborgen, wie ich heiße. Aber ich muss noch sagen, bei jeder Anhörung gab´s eine Liste, wer eingeladen ist. Jedes Mal stand das katholische Büro, also die Landesvertretung der Bistümer, die in Hessen ihr Territorium haben, Mainz, Limburg, Speyer. Speyer weiß ich jetzt nicht mehr. Also, das katholische Büro stand immer auf der Landesliste, auf der Eingeladenen-Liste, war aber nie da. Vor der dritten Anhörung, kurz nach Weihnachten, hab ich da vor Weihnachten und nach Weihnachten so oft angerufen, dass ich wahrscheinlich denen schon auf den Nerv ging. Und dann kam der damalige Justiziar (=Rechtsberater)des katholischen Büros in die Anhörung. Er hat sich prächtig geschlagen. Wir sind dann zu zweit untergegangen. Natürlich wollte der Grünen-Abgeordnete gleich wissen: Ah, Sie haben ein wunderbares Plädoyer für die Familie gehalten. Können Sie uns erklären, warum die Katholische Kirche ihrem Führungspersonal die Ehe verbietet. Also mit solchen Argumenten sollte der dann aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Der ließ sich aber nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Wir sind hinterher Essen gegangen. Dann fragte ich ihn, warum waren Sie denn das erste Mal nicht da und das zweite Mal auch nicht? Ja, weil der Leiter des katholischen Büros, immer ein Geistlicher, ein Prälat, es nicht liebt, jemand hinzuschicken oder hinzugehen, wo man von vornherein auf verlorenem Posten steht. Na ja, aber das dritte Mal war er da und Sie haben das Stichwort vorher gebracht, Herr Bonelli: Die Priester sagen ja sowieso nichts mehr. Das ist meine Erfahrung. Ja, selbst Bischöfe sagen kaum noch etwas, zumindest in Deutschland und in Österreich. Wobei ich manchmal, wenn ich nach Österreich blicke, noch denke wir leben hier noch im Paradies, was innerkirchliche Zustände betrifft. Dr. Raphael Bonelli: Hier? Hier? Prof. Dr. Manfred Spieker: Ja, aber fragen Sie doch Ihre Priester, ob sie dazu nicht auch mal predigen können. Dr. Raphael Bonelli: Ja, aber die werden ja auch gleich geschlachtet, muss man auch sagen. Dr. Philipp Gut: Wenn sie was sagen, ist es ja oft auch politisch korrekt, es ist ja nicht, also… Das gibt’s auch… Ulrike Walker: Ja, aber da sind wir ja teilweise dann wieder bei ähnlichen Verhältnissen wie in der ehemaligen DDR. Dass wir eben noch politisch korrekt argumentieren dürfen. Und genau weil ich in dieser Region aufgewachsen bin und genau dagegen wehr ich mich eigentlich. Ich bin jemand, der für die Freiheit steht. Und deshalb ist mein Engagement auch entsprechend. Weil ich sage, es geht darum, nicht politisch korrekt zu sein, sondern seine Meinung noch artikulieren zu dürfen, in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz. Und die eben auszuhalten, auch die des Anderen. Das ist für mich eigentlich Demokratie. Dr. Philipp Gut: Ich möchte gern noch einen Punkt aufgreifen, den Sie vorher in Ihrem Vortrag genannt haben, nämlich zum Stichwort „Sexualpädagogik der Vielfalt“ haben Sie gesagt: Eigentlich alles gelte da als normal und gleichwertig. Es ist da schon eine interessante Frage. Das Wort der Natur ist gefallen, genetische Prägung, jetzt auch von wissenschaftlicher Seite her, vielleicht was ist eigentlich normal? Was ist Natur, natürlich? Können Sie dazu vielleicht was sagen? Also vielleicht Sie haben das angesprochen, es ist heute quasi Doktrin, alles als normal anzusehen. Was würden Sie selbst vielleicht zuerst mal als Definition, würden Sie sagen, in dem Bereich, den wir da diskutieren, was ist eigentlich nicht mehr normal, was ist irgendwie… Prof. Dr. Manfred Spieker: Vielleicht darf ich die Frage an Herrn Bonelli weitergeben und noch ergänzen durch etwas, was ich so beiläufig in meinem Vortrag erwähnt habe. Ein genetisches Labor mit vielen Ärzten bekam von der Bundesärztekammer Anweisung neben die Geschlechtsrubriken männlich oder weiblich eine dritte Rubrik X einzuführen. Der Leiter des Labors wehrte sich dagegen, weil er sagt, das ist, wie Sie das eigentlich im Vortrag schon gesagt haben, entscheidend für viele Diagnosen. Es gäbe Algorithmen (=Handlungsabfolgen), fragen Sie nicht, was das ist, die eben an männlich oder weiblich hängen. Und er stellte an das Bundesgesundheitsministerium die Frage, gibt es genetische Anhaltspunkte, um jetzt diese Kategorie X einzuführen? Und die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums war: Nein, die gibt es nicht. Aber die Bundesärztekammer in ihrem gender-sensiblen Eifer verlangt das von den Labors, nicht nur von dem einen. Also, ich bin gespannt, wie dieser Konflikt ausgeht. Was würden Sie dazu sagen, Herr Bonelli? Dr. Raphael Bonelli: Als Psychiater sag ich: Was ist schon normal? Also, ich meine ... also die Leute mit denen ich rede, also … was, in welcher Hinsicht normal? Wo sind wir jetzt bei Gender, bei Sexualaufklärung oder überhaupt, prinzipiell? Das ist ja eine schwere Frage. Also, die Psychiater normalerweise weichen dieser Frage aus, indem sie sagen, leiden tut der, der kommt. Und wer nicht zum Psychiater kommt, da haben wir keinen Auftrag. Aber da macht man sich´s leicht. Dr. Philipp Gut: Vielleicht z.B. von extremen Sexualpraktiken, Schwerverbrecher darunter, also eben Kannibalen (=verzehren Menschen) und absurde Dinge zum Teil. Das ist ja eben, als Psychiater müssen Sie ja eigentlich alles verstehen. Dann sagen Sie, das ist ja im Bereich der Natur kommt das offenbar vor. Aber wenn man sich das jetzt ein bisschen von der Gesellschaft her anschaut, normativ, dann ist das, kann das nicht normal sein, auch strafrechtlich nicht. Also, es gibt eine Spannung quasi zwischen dem, was die Natur im Sexuellen anbietet, was da vorkommt als Phänomen, und dem, was wir dann natürlich auch gesellschaftlich akzeptieren. Wie sehen Sie das in diesem Spannungsfeld, meine Frage? Dr. Raphael Bonelli: Ich, ich tu mich leichter mit der Frage, was macht den Menschen glücklich? Langfristig. Also, es gibt eine kurzfristige Befriedigung und ein langfristiges Glück. Und das unterscheidet sich oft. Nicht, Schokolade, kurzfristige Befriedigung, für die Bikini-Figur nicht super. Also z.B., als banales Beispiel. Häufig ist es so, davon redet ja Siegmund Freud schon die ganze Zeit, nämlich auf Triebverzicht ist unsere Kultur aufgebaut. Nicht, also, wer den Kölner Dom oder den Stephansdom in Wien aufbauen will, der muss sich überwinden, weil, der geht nicht von selber und ist nicht immer lustig. Also, wer immer nur seiner Lust folgen will, ist am Ende am Trümmerhaufen seiner Existenz. Nicht der Pädophile (=Person mit sexueller Neigung zu Kindern), der sagt, aber mir schmecken halt Kinder. Und mir ist halt so. Ja, dem kannst ja gar nichts mehr sagen, wenn jeder glücklich werden will nach seinen Gefühlen. Aber Gefühle machen nicht glücklich. Gefühle ist ein Beitrag der Biologie, um… da muss man richtig damit umgehen. Ja, und manchmal hab ich das Gefühl, das und das zu machen und es ist aber nicht gut. Also deswegen gibt´s eben diese Kategorie des Hirns, das viele ausschalten oder das Herz, das viele Menschen verschließen. Aber so lösen wir das Problem nicht, wenn man sagt, okay, mir ist jetzt nach dem. Okay, schön, Dir ist nach dem, aber ist es vernünftig und ist es gut? Diese Frage stellen sich 90% der Leute heute nicht mehr. Und dann scheitern Beziehungen, jetzt ganz unabhängig von den Dingen, die wir heute besprochen haben. So scheitern Beziehungen. Zu mir kommen Paare drei Jahre nach der Hochzeit, wenn sie überhaupt noch heiraten und sagen, ich spür nichts mehr. Dann sag ich, na und? Dann spüren sie halt nichts mehr. Und sie haben sich entschieden. Ich spür ja jeden zweiten Tag was anderes. Also, ich mein… Wenn man in der Früh sagt, also mir ist heute nicht nach Aufstehen, na ja, da wird der Arbeitgeber sich schön freuen. Also, Gefühle, auf Gefühlen, also man baut sein Haus auf Sand, wenn man auf Gefühle zu sehr horcht. Also Gefühle sind wichtig und man muss zuhören den Gefühlen, aber nicht notwendiger-weise nach ihnen handeln. Aber wenn sie vernünftig und gut sind, go for it (=Nichts wie ran!). Dann macht´s dir auch Spaß, ehrlich. Aber manchmal nicht. Dr. Philipp Gut: Aber Sie haben in Ihrem Vortrag auch ein weites Feld aufgemacht mit den klar definierten Unterschieden zwischen Mann und Frau. Also eben, mit Fontane gesprochen, es ist ein sehr weites Feld. Ich will nur vielleicht langsam zum Schluss kommen. Eine Frage noch. Das ist quasi auch unbestritten gewesen. Sie haben sehr viele interessante Studien gebracht, die ... die sehr eindrücklich sind, die das klar belegen, was es für Unterschiede gibt. Die Frage ist dann, was man daraus macht. Das ist nicht die gesellschaftliche Frage, auch für den Arbeitsprozess. Sie haben genau unterschieden, auch vom Hirn her. Was würden Sie da sagen, was heißt das eigentlich für die Organisation auch der Gesellschaft und der Arbeitswelt? Dr. Raphael Bonelli: Danke für diese Frage. Ich hatte ja keine … Dr. Philipp Gut: In fünf Minuten! Dr. Raphael Bonelli: In fünf. Ach so, okay. Nein. Wir müssen wissen. Also, ein Mann muss wissen, dass ihm was fehlt. Und was ihm fehlt ist die Frau. Der Mann ist zur Frau hin geschaffen und die Frau ist zum Mann hin geschaffen. Nicht, also… Dr. Philipp Gut: Das schließt einen Bogen zum ersten Vortrag heute Morgen, das hatten wir auch ein bisschen theologisch, philosophisch… Dr. Raphael Bonelli: Ja, genau. Und es passt so wunderbar hinein. Der Mann ist sozial ein bissel blind, sozial, emotional, nicht, also a bissel wie ein Elefant im Porzellanladen und seine Frau kann ihn emotional coachen. Und das können Frauen einfach sehr schnell. Das ist total beeindruckend, wie schnell das geht. Wenn ich Kolleginnen hab, die ich einführe, dann spüren die sofort, was mit dem Patienten los ist. Sie haften nur zu eng an ihm. Also, sie haben die Lösung nicht. Sie verstehen ihn, aber dann sind sie zu eng dran am Problem. Das heißt, die Frau hilft dem Mann, einfach besser mit Menschen zu interagieren, sich besser einzusetzen. Sie kann wahnsinnig gut vernetzen. Während der Mann eben die Systematisierungsfähigkeit (=Fähigkeit zum Strukturieren/Ordnen) hat. Der kann eben auch ihre Wahrnehmung ordnen. Manchmal sitzen meine Frau und ich drei Stunden im Auto und wir reden über irgendein Gefühl, dass sie hat und wir lösen das auf, ja, nämlich über irgendjemand Bekannten oder was auch immer. Das ist total beeindruckend für uns beide, dass wir dann beide schlauer sind, weil wir etwas erkannt haben, was ich … mir kommt… wir gehen Abendessen, ich hab einen Spaß und dann gehen wir nach Haus und sie sagt, hast das und das gemerkt? Und ich: nein. Und ich mein, ich bin Psychiater, ja, also ich mein … auch … Ulrike Walker: Ich finde das auch wieder köstlich. Ich denke auch wieder grade an so einen Spruch. Was der eine Mann nicht kann, kann der andere auch nicht. Deshalb gibt es ja Frauen und das ist doch grade auch die Ergänzung, glaub ich. Dr. Raphael Bonelli: Aber, worauf ich jetzt hinaus will … Die Männer definieren sich sehr über Leistung. Ich finde es extrem traurig, dass sich Frauen mehr und mehr über Leistung und über das, was sie alles können und leisten definieren. Und deswegen kommen sie (Frauen) jetzt in einen unheimlichen Leistungsdruck hinein und sagen, ich weiß nicht, ob ich schön genug bin und ich weiß nicht, was alles. Passen Sie auf, was sie ihm schenken, das ist die Weiblichkeit, die hat er nicht. Und das ist egal, wie groß die Weiblichkeit ist. Weiblich ist weiblich. Und Sie bringen die Weiblichkeit. Und das ist ganz was Neues. Und deswegen glaub´ ich, die Katastrophe ist z. B. diese Quote oder das Ziel muss sein, möglichst viele Frauen in Vorständen. Na hallo, was ist denn das für Bescheuertes? Von den 200 Frauen, die ich kenn, will genau Null in einen Vorstand. Und jeder zweite Mann. Und wenn eine Frau in einen Vorstand geht, dann schau ich sie mir mal genauer an, in meiner Profession. Ich mein, darf sie ja, ist okay, soll sie glücklich werden, ist okay. Aber die meisten Frauen wollen das nicht und sie dürfen es nicht wollen, sie müssen es nicht wollen, weil sie eben andere Qualitäten haben, die wir nicht mehr schätzen. Eine Frau, die zu Hause ist, sich um die 5 Kinder kümmert, um die Schwiegermutter, die krank im Rollstuhl ist und um irgendeine Schwester, die hat so wahnsinnig viel zu tun, und genau diese Frauen werden abgewertet, weil sie „nur“ Hausfrauen sind. Und von wem kommt das? Ja! Aber von wem kommt dieser soziale Druck? Von den Frauen, ich mein seid ihr verrückt? Anica Veigel: Total schön, dass Sie als Mann das uns sagen, super! Dr. Raphael Bonelli: Ist ja wahr. Anica Veigel: Super! Nee, ist absolut wahr, ich steh hundert Prozent dahinter. Dr. Raphael Bonelli: Wenn eine Frau am Spielplatz ist mit ihren Kindern, sagen die anderen: Und wann gehst Du wieder arbeiten? Gehst Du noch immer nicht arbeiten? Aha! Der Druck kommt immer von den Frauen. Die Männer sind da eh relativ entspannt. Außer sie wollen tolerant sein, so dieses Gutmenschensyndrom, dann sagen sie, ich will schon, dass meine Frau arbeitet, weil… (Hinter vorgehaltener Hand) … eigentlich will ich es eh nicht. Anica Veigel: Also, es kommt von den Frauen, da geb´ ich Ihnen auch Recht, aber man muss auch ein bissel weiter gucken. Es ist auch dieses… genau…Es ist halt absolut korrekt, arbeiten zu gehen. Man wird hinterfragt, wenn man nicht arbeiten geht. Also, ich hab studiert noch. Ich geh jetzt nicht arbeiten und jeder Zweite fragt mich, geht´s noch, wieso arbeitest Du nicht, wenn Du studiert hast? Das ist vergeudete Zeit und so. Dr. Raphael Bonelli: Aber Sie arbeiten ja mehr als jede Frau in der Fabrik. Anica Veigel: Genau. Ich würd nicht mal in der Fabrik arbeiten. Dr. Raphael Bonelli: Aber wie gibt´s das, dass eine Frau, die um 6.00 Uhr aufsteht und um 22.00 Uhr ins Bett geht, dann sagt, ich arbeite nicht? Anica Veigel: Genau. Ich hab auch gesagt, ich hab auch gesagt, ich hab noch keinen schwereren Job gehabt, wie Mama. Bei Mama hab ich keinen Urlaub. Ich hab auch keine Pause. In jedem Job, wo ich hin geh, geh ich heim, dreh den Schlüssel um und hab Feierabend. Das gibt’s als Mama nicht, weil nachts steht die Kleine wieder auf und brüllt. Dr. Raphael Bonelli: Aber das ist die wichtigste Arbeit, die wir haben. Anica Veigel: Genau Dr. Raphael Bonelli: Das ist eine Arbeit und das Wichtigste! Anica Veigel: Aber ich .. ich muss noch mal widersprechen. Es sind nicht nur Frauen, die´s den Frauen schwer machen, sondern es ist eine allgemeine Riesenverunsicherung heute da, bei jungen Frauen, auch bei Eltern. Mach ich´s richtig? Wir haben 1000 Ratgeber, wie ich´s machen kann und die verunsichern noch mehr. Also, das Frausein ist heut total verunsichert. Man soll…Heidi Klum: schön aussehen, einen Job haben, ein glückliches Liebesleben und 5 Kinder und alles unter einem Hut. So, das Problem ist, es funktioniert nicht, weil wer bezahlt das? Das hat alles seinen Preis und dieser Preis, man kann´s nicht bezahlen. Letztendlich muss ich sagen, geht´s auf die Beziehung runter. Also, ich hab auch gearbeitet, wo meine zwei Großen jünger waren und es fiel mir brutal schwer, weil ich immer zwischen dem Einen und dem Anderen hin und her gesprungen bin. Und jetzt hab ich mich entschieden und jetzt geht’s mir gut. Es kommt vielleicht mal wieder die Zeit, wo ich arbeiten möchte und dann möchte ich´s auch gern tun, aber ich möchte es machen, weil ich´s möchte und nicht, weil irgendwelche Leute…oder weil es heute in ist, das zu tun. Und deshalb danke, dass Sie das sagen, das ist voll wichtig, dass wir Frauen uns frei entscheiden können. Aber das ist leider heut nicht mehr so und die Verunsicherung ist so groß und die Vorbilder sind auch nicht realistisch, eben eine Heidi Klum ist absolut nicht realistisch. Ulrike Walker: Es braucht ein gesundes Selbstwertgefühl und ich glaube, weniger Ratgeber zu lesen, das ist auch noch richtig. Das kann man immer nur mit auf den Weg geben. Jeder Frau empfehlen, möglichst keine Ratgeber zu lesen. Anica Veigel: Ja, absolut und richtig. Ulrike Walker: Ich bin eigentlich auch ganz zufrieden. Anica Veigel: Weil, eigentlich liegt es in uns drin, das Mamma - Sein, das Frau - Sein liegt in uns drin. Aber es wird uns heute abgesprochen, und es ist ganz gefährlich, auf diese innere Stimme zu hören, heute. So wird es einem vorgemacht. Sondern Du brauchst den Ratgeber, Du brauchst vor allem Bildung. Weil, ohne Bildung geht sowieso nichts. Und Du bist eigentlich nicht professionell dein Kind zu erziehen. Deshalb musst Du es uns geben, der Krippe oder dem Kindergarten. So, das sind heute diese Kräfte, die da ziehen an den Müttern und auch an den Familien und deshalb ist mein Anliegen: Stärkt Familien, stärkt Eltern, stärkt Mütter. Und eigentlich haben sie es in sich drin. Sie brauchen nur mehr Freiheit und Ermutigung auch, dass sie’s gut machen, dass es toll ist, dass es sie gibt. Dr. Raphael Bonelli: Noch einen Satz. Dr. Philipp Gut: Noch einen Satz, wir müssen auch abschließen. Letzter Satz. Dr. Raphael Bonelli: Ein Großteil der Paare, die ich habe, leiden darunter, dass die Frau ihre Weiblichkeit nicht entdeckt hat und der Mann seine Männlichkeit. Anica Veigel: Jetzt muss noch was kommen. Dr. Raphael Bonelli: Ja. Dr. Philipp Gut: Also es wurde hier noch gefragt von der Seite. Wir machen langsam Schluss. Ich würde sagen, man kann das noch schön zusammenfassen, wenn man Ihre Erkenntnisse bündelt, muss man eigentlich sagen, wenn quasi Mann und Frau hier ihre Fähigkeiten eingeben, im Kampf oder auch positiv formuliert, es ist nicht etwas gegen etwas, wurde heute schon paarmal gesagt, sondern für etwas. Wenn wir das bündeln, ich glaube, da kommt noch etwas Anständiges dabei raus. Ich möchte noch ganz kurz Gelegenheit geben, in einem Satz noch. Sie haben noch ein Anliegen gehabt, Prof. Spieker, was Sie noch sagen wollten. Prof. Dr. Manfred Spieker: Ja, ich wollte nur sagen, der normale Mensch, auch wenn Herr Bonelli sagt, den gibt’s nicht, der normale Mensch lässt sich kein X für ein U vormachen. Deshalb wird der Gender-Spuk auch irgendwann wieder vergehen. Aber die Kosten, die wir bezahlen, bis er vergeht, bis die Kinder bei ihm oder seinem Nachfolger in der Praxis landen, können hoch sein. Und deshalb finde ich es verdienstvoll, dass Frau von Beverfoerde heute dieses Podium und diese Veranstaltung organisiert hat. Fremdwörter/Personen 01:30 Doktrin = Ansicht 02:08 Sexualpädagogisierung = starke Zunahme der Sexualerziehung 02:19 Primarschule = in der Schweiz Klasse 1-6 02:32 Sex Boxen = Material-Box zur Sexualaufklärung 02:33 Furore gemacht haben = Aufsehen erregten 02:49 emanzipatorische Sexualpädagogik = „befreiende“ Sexualerziehung 02:52 Professor Sielert = Uwe Sielert, bekannter deutscher Sexualpädagoge 03:11 elementar = grundlegend 03:55 lanciert = in Umlauf gebracht 04:06 Kompetenzzentrum = Zentrum, in dem Fachwissen vermittelt wird 04:26 Gender-Thematik = Strategie zur Beseitigung der Zweigeschlechtlichkeit 04:34 elementar = grundlegend 08:19 indoktrinieren = umerziehen 08:58 zu marginalisieren = ins Abseits zu drängen 09:46 Konsens = übereinstimmende Meinung 12:12 Advokatus Diaboli = Person, die bewusst Gegenposition vertritt 13:05 Kompetenz = Qualifikation 13:47 Ephebophilie = sexuelle Neigung zu Kindern im pubertären Alter (14-18 Jahre) 16:58 geprimt = beeinflusst 17:16 Pädophilie = sexuelle Neigung zu Kindern (bis 14 Jahre) 18:16 Gender Mainstreaming = Strategie zur Beseitigung der Zweigeschlechtlichkeit 19:16 Gender Studies = Geschlechterforschung 20:35 Lobby = Interessenvertretung, hier die der Schwulen und Lesben 20:36 AStA = Allgemeiner Studentenausschuss 20:37 Schwulen-und Lesben Referat = Interessenvertretung für Schwule und Lesben 21:23 Shitstorms = lawinenartige, negative Kritik 21:39 Militanz = aggressives Auftreten 22:04 narzisstische Kränkung = jemand, der bei Frustration hochemotional reagiert 22:30 Gender Studies =Geschlechterforschung ?? Marxismus = die von Marx u. Engels begründete Theorie des Kommunismus 23:58 Feminismus = Frauenbewegung, die die Aufhebung der traditionellen Rollenverteilung durchsetzen will 24:13 Parität = Kräftegleichge

von e.s


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