Mittwoch 11. Juli 2018

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No-Billag-Abstimmung: Hat die SRG mit falschen Karten gespielt? (1 von 2)

No-Billag-Abstimmung: Hat die SRG mit falschen Karten gespielt? Mittwoch, 11.07.2018 (1 von 2)
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SRG verschwendet Billag-Gebührengelder (Kurzversion) Mittwoch, 11.07.2018 (2 von 2)

Am 4. März 2018 wurde die No-Billag-Initiative abgelehnt und somit der SRG eine jährliche Billag-Gebühr von 1,2 Mrd. CHF gesichert. Doch knapp vier Monate später, kurz vor der WM, berichtete die SRG, dass ab 2026 nur noch ein Teil der Spiele auf SRF ausgestrahlt werden könne, da die Übertragungsrechte zu teuer seien. Was ist nun aber mit der groβen Sportvielfalt, die dem Schweizer durch das Ablehnen der No-Billag-Initiative versprochen wurde?

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No-Billag-Abstimmung: Hat die SRG mit falschen Karten gespielt? 11.07.2018

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland geht dem Finale entgegen. Sämtliche Spiele werden auf dem Schweizer Fernsehsender SRF2 oder SRF INFO ausgestrahlt. „Damit ist es vielleicht schon bald vorbei“, hörte man vor Beginn der Weltmeisterschaften im Radio auf SRF1. Übertragungsrechte seien teurer geworden. So teuer, dass öffentlich-rechtliche Sender wie die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, kurz SRG, bald nicht mehr mithalten können. Es sei möglich, dass die SRG ab 2026 nur noch einen Teil der Spiele zeige. Die Zuschauer müssten für einen Teil der Fußballspiele aufs Internet ausweichen, wo sie alle Spiele gratis sehen könnten. So weit, so gut. Gehen wir nun nochmals zurück zum 4. März dieses Jahres. Die Schweizer Bevölkerung sagt Nein zur Abschaffung der Billag-Gebührengelder. Konkret heißt das, die SRG wird weiterhin von der Schweizer Bevölkerung mit Gebührengeldern von rund 1,2 Mrd. Franken jährlich finanziert! Also schauen wir uns das Ganze etwas konkreter an: Vor der Abstimmung wurde öfters argumentiert, dass, falls die Billag-Gebühr gestrichen würde, der arme Schweizer keinen Sport mehr schauen könne. Nun, drei Monate später hört man auf SRF1 ganz neue Töne. Hans-Willy Brockes, Geschäftsführer der europäischen Sponsoringbörse sagt dazu: „Während früher öffentlich-rechtliche Sender als einzige die breite Bevölkerung erreichten, können das Streaming-Plattformen heutzutage genauso gut. […] Die Zuschauer würden also auch in Zukunft die Spiele irgendwo gratis sehen können – finanziert durch Werbung, aber nicht mehr wie gewohnt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.“ Vor der Abstimmung war das Internet für die SRG und sonstige Billag-Befürworter überhaupt keine Option, doch das scheint sich wohl plötzlich geändert zu haben. Nachdem die Zwangsfinanzierung der öffentlichen Medien durchgesetzt war, hält sich die SRG nicht mehr an ihre Versprechen der „groβen“ Sportvielfalt. Naja, wieso auch? Das Geld haben sie schlieβlich einkassiert… Hat die SRG also absichtlich mit falschen Karten gespielt? Der Schweizer Journalist und Buchautor Walter Ludin würde sagen: „Wer uns für dumm verkaufen will, soll es bitte nicht dümmer tun, als wir selber sind.“

von sak.


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