Dienstag 10. April 2018

Medienkommentar Terror

Fall Sergej und Yulia Skripal: Alles nur inszeniert? (1 von 1)

Offene Fragen und Widersprüche im Vergiftungsfall Skripal führen den ehemaligen russischen Geheimdienstgeneral Aleksandr Michailow zu der Aussage, dass dieser Giftgasanschlag eine vom britischen Geheimdienst eingefädelte Provokation gegen Russland sein könnte. Er erinnerte daran, dass ein vom Bundesnachrichtendienst in Pullach im Jahr 1994 inszenierter Plutonium-Skandal schon damals dazu dienen sollte, Moskau unter Druck zu setzen. Sehen Sie in dieser Sendung, was für diese These spricht …

Direktlink zu dieser Sendung:
Direktlink zu dieser Abspielposition:
Sendung auf eigener Internetseite einbinden
"Fall Sergej und Yulia Skripal: Alles nur inszeniert?"
Alle 1 Sendungen vom "10.04.2018" einbinden

Fall Sergej und Yulia Skripal: Alles nur inszeniert? 10.04.2018

Die Widersprüche und offenen Fragen im Fall des Giftanschlages auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter Yulia häufen sich. Nur zehn Tage nach dem versuchten Mord, also bereits am 14. März 2018 stand für die britische Premierministerin Theresa May das Urteil schon fest: Russland stecke dahinter! Denn es gebe eine große Wahrscheinlichkeit für eine russische Verantwortung, es gebe keine andere plausible Erklärung. Die USA, Kanada sowie alle Länder der EU teilten diese Einschätzung Großbritanniens. Rund 30 Länder sowie die NATO – Stand vom 29. März 2018 – haben daraufhin russische Diplomaten ausgewiesen. Über eine Vielzahl von Ungereimtheiten und Widersprüchen hatte Klagemauer.TV bereits berichtet – siehe auch die eingeblendeten Sendungen (www.kla.tv/12125, www.kla.tv/12150, www.kla.tv/12206). Weitere folgten Schlag auf Schlag, wie z.B. am 3. April: Die Experten des britischen Bio- und Chemiewaffenlabors in Porton Down kamen zwar zu dem Schluss, dass es sich bei dem verwendeten Nervengift um eine Substanz aus der Nowitschok-Gruppe handelt, die in der Sowjetunion entwickelt wurde. Sie konnten nach eigenen Angaben jedoch nicht bestätigen, dass das Gift auch in Russland hergestellt wurde. Dagegen hatte zwei Wochen zuvor der britische Außenminister Boris Johnson noch behauptet, er habe eine eindeutige Bestätigung von Porton Down, dass das Nervengift aus Russland stamme. Daraufhin redete der Labour-Politiker Chris Furlong dann auch Klartext. Er sagte: „Das ist eine eklatante und gefährliche Lüge. Wann werden Sie ihn (Boris Johnson) entlassen, Theresa May?“ Noch eine weitere, sehr seltsame Ungereimtheit: Yulia Skripal, die seit Ende März wieder bei Bewusstsein sein soll, wird von der britischen Regierung – aus welchen Gründen auch immer – von der Öffentlichkeit ferngehalten. Verwandten, wie aber auch der russischen Botschaft, wurde bislang der Zugang zu ihr verweigert. All diese und viele weitere Widersprüche führten Ulrich Heyden, deutscher Journalist und freier Korrespondent in Moskau, dazu, auf die Einschätzung eines ehemaligen Generals des russischen Inland-Geheimdienstes FSB, Aleksandr Michailow, hinzuweisen. Wenn auch die russische Seite alles andere als „propagandafrei“ sein dürfte, so lohnt es sich doch, diese Stimme anzuhören: Michailow hält es für möglich, dass es sich bei dem Giftgas-Anschlag in Salisbury um eine vom britischen Geheimdienst eingefädelte Provokation gegen Russland handelt. Der ehemalige FSB-General erinnert dabei an den Plutonium-Skandal im Jahr 1994 in Deutschland. Was geschah damals? Am 10. August 1994 „entdeckte“ man in einer Lufthansa-Maschine, die auf dem Weg von Moskau nach München war, 363 Gramm radioaktives Plutonium-239 – genau den Stoff also für die Herstellung von Atombomben. Drei Plutonium-Schmuggler wurden nach ihrer Ankunft in München verhaftet. Die Verhaftung in München löste weltweit Alarmstufe rot aus. Niemals zuvor hatte es einen solch gefährlichen Nuklear-Schmuggel gegeben. Die Bild-Zeitung malte damals die Gefahr ganz besonders drastisch aus: Das "geschmuggelte Plutonium reiche, um das Trinkwasser in ganz Deutschland zu vergiften", hieß es damals. Wie jedoch später herauskam und DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 10. April1995 detailliert darlegte, war die sogenannte Aktion „Hades“ „in Wahrheit ein großangelegter Schwindel, um Moskau unter Druck zu setzen - inszeniert vom Bundesnachrichtendienst (BND) in Pullach“. DER SPIEGEL nannte die Plutonium-Affäre „eine raffinierte Inszenierung des Bundesnachrichtendienstes“ und „eine der abenteuerlichsten Aktionen, die der deutsche Geheimdienst damals in seinen fast 40 Dienstjahren angezettelt hat.“ Die Plutonium-Schmuggler seien hochbezahlte Verbindungspersonen des Bundesnachrichtendienstes gewesen. Die Herkunft des Plutoniums konnte indessen nie abschließend geklärt werden. Dass es zwischen Salisbury 2018 und München 1994 eine Parallele gibt, liegt für den ehemaligen Geheimdienst-General Michailow auf der Hand. „Was wir jetzt im Fall Skripal sehen, ist das gleiche Schema. Wie damals wird Russland als der größte Feind der Menschheit dargestellt, weil wir angeblich Menschen auf der ganzen Welt vergiften.“ In beiden Fällen wurde sofort gesagt, dass das Plutonium bzw. nun das Nervengift Nowitschok aus Russland stamme, was schon merkwürdig sei, so der ehemalige FSB-General. Ob es sich im aktuellen Fall Skripal um eine Inszenierung eines britischen oder eines anderen Geheimdienstes handelt, um Russland „unter Druck zu setzen“, kann nicht mit letzter Bestimmtheit gesagt werden. Mit was jedoch gerechnet werden muss – und was auch die vielen Widersprüche nahelegen – ist, dass heute wie anno dazumal gelogen wird wie gedruckt, gerade auch in westlichen Regierungskreisen! Darum verwundert es auch nicht, dass die Regierungssprecher der deutschen Regierung bei der Regierungspressekonferenz vom 4. April 2018 mit äusserst kritischen Fragen bombardiert wurden. Der verzweifelte Versuch der Regierungssprecher, eiligst irgendwelche Ausreden für die voreilige Solidarität mit Großbritannien zu „fabrizieren“, wurde in einem der vielen Kommentare wie folgt auf den Punkt gebracht: „Peinlicher geht’s nimmer!“ Soeben erreichte uns noch eine aktuelle Meldung: Im Fall Skripal gibt es nun tatsächlich erste Todesopfer. Denn nachdem die Behörden das Haus des vergifteten Ex-Agenten versiegelt hatten, sind im Haus zwei Meerschweinchen und ein schwarzer persische Kater gestorben - an Wassermangel. Die Überreste der Tiere wurden eingeäschert – aus Angst, sie könnten durch das Nervengift vergiftet worden sein … Da hat die Untersuchungskommission des Giftgasanschlags wohl tatsächlich ziemlich oberflächlich gearbeitet. Denn wie sonst nur hätten sie die armen verwaisten Haustiere übersehen können. Wir dürfen also gespannt sein, was nun wohl als nächstes kommt!

von dd.


Fall Sergej und Yulia Skripal: Alles nur inszeniert?

Sendung und Zubehör in der gewünschten Qualität herunterladen:
Film-Datei (.mp4)
Bitte Downloadqualität auswählen
MP3-Datei (.mp3)
Bitte Downloadqualität auswählen





↑ Neuere anzeigen ↑
Medienkommentar
{{themeblock.title}}

↓ Ältere anzeigen ↓