~ Medienkommentar vom 15.12.2017 ~

Uranmunition – eine globale Vergiftungsgefahr (1 von 2)

Uranmunition – eine globale Vergiftungsgefahr Freitag, 15.12.2017 (1 von 2)
1:32:12
Dokufilm: Deadly Dust - Todesstaub Sonntag, 04.06.2017 (2 von 2)

Beim Einsatz von Uranmunition, z.B. im Jugoslawienkrieg, Irak-Krieg oder im Syrienkonflikt, entstehen hoch toxische Feinstpartikel. Dieser Todesstaub verursacht massive Missbildungen und Krebserkrankungen. Wegen der Verteilung durch atmosphärische Winde kann er auch eine Gefahr für Mitteleuropa sein.

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"Uranmunition – eine globale Vergiftungsgefahr"

Uranmunition – eine globale Vergiftungsgefahr 15.12.2017

Der deutsche Tropenarzt und Spezialist für Massenerkrankungen, Prof. Dr. Siegwart-Horst Günther, machte nach dem Golfkrieg 1991 als Erster aufmerksam auf die verheerenden, gesundheitlichen Folgen von in Kriegen eingesetzter Uranmunition. Diese panzerbrechende Munition enthält abgereichertes Uran, wodurch diese Geschosse beim Auftreffen auf ein Ziel eine große Durchschlagskraft entfalten. In dem Film „Deadly Dust“, auf Deutsch "Todesstaub", werden Prof. Günther und seine amerikanischen Kollegen von einem Kamerateam bei medizinischen Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak begleitet. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen der durch diese Munition dort freigesetzten Radioaktivität, unter der speziell Kinder erheblich zu leiden haben. Urangeschosse kommen in ihrer verheerenden Wirkung zwar nicht an die von Atombomben heran, haben aber dennoch das Potential, flächendeckend ganze Regionen mit gleicherweise katastrophalen Auswirkungen zu verseuchen: Missbildungen schlimmster Art bei Neugeborenen und Krebserkrankungen in besonders aggressiver Form. Aber nicht allein für die Kriegsregionen, in denen die Munition zur Anwendung kam, stellt diese feinstverteilte Radioaktivität eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Durch atmosphärische Winde können die strahlenden Nanopartikel auch in andere, weit entfernte Regionen verteilt werden. Im Zeitraum vom 22. Februar bis 11. Mai 2017 wurden in Deutschland und in der Schweiz im Urin von mehreren hundert Menschen unüblich hohe Mengen des sogenannten Uran-238 festgestellt. Z.B. berichtete das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) auf seiner Webseite erst kürzlich, am 6. Dezember 2017, darüber. SRF sowie andere Leitmedien vermitteln jedoch den Eindruck, dass deswegen „keine akute Gefährdung“ bestehen würde. So betonte SRF in einem Artikel z.B. die Stellungnahme des Bundesamtes für Gesundheit, kurz BAG, die ziemlich verharmlosend ausfiel. Der stellvertretende Leiter der Sektion Umweltradioaktivität beim BAG, Philipp Steinmann dazu wörtlich: „Sie (die Werte) sind nicht so hoch, dass man von einer akuten Gefährdung sprechen müsste.“ Dass plötzlich erhöhte „künstliche“ Radioaktivität gemessen werde, komme hier und da halt vor, so Steinmann weiter. Die nachfolgende, knapp vierminütige Kurzdokumentation des Onlineportals www.uncut-news.ch zeigt, dass Staubpartikel, der von der NATO im Irak und im ehemaligen Jugoslawien verschossenen Uranmunition bis zu uns nach Mitteleuropa gelangen können. Ob das Uran-238, welches in den Urinproben gefunden wurde, von verschossener Uranmunition stammt, kann der Film zwar nicht nachweisen – aber, dass die Gefahr grundsätzlich vorhanden ist, zeigt die Tatsache, dass selbst der im Verhältnis grobkörnigere Sahara-Wüstensand immer wieder bis ins nördlichste Europa geweht wird. Dabei wird dieser Sand vom Wind über eine ähnlich lange Strecke transportiert, wie der Luftstrom uranhaltige Staubpartikel tragen müsste. Da diese Partikel weiträumig verteilt werden können, besteht demnach durch diese NATO-Kriege auch für unsere Gebiete erhebliches Risiko für die Gesundheit zahlloser Menschen.

von pg


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