Dienstag 27. Juni 2017

Archiv-Sendung Wirtschaft

Matthias Weik und Marc Friedrich - Wir werden immer mehr zu Sklaven der Konzerne! (2 von 2)

Banken gerettet. Patient (bald) tot! Dienstag, 27.06.2017 (1 von 2)
27:49
Matthias Weik und Marc Friedrich - Wir werden immer mehr zu Sklaven der Konzerne! Dienstag, 17.01.2017 (2 von 2)

Vor einem Jahr besaßen noch 62 Superreiche so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Welt. Zum Beginn des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, das vom 17. - 20. Januar 2017 stattfindet, präsentierte Oxfam, ein internationaler Verbund von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, die neuesten Zahlen. Demnach sind es gerade mal noch die reichsten acht Menschen, die zusammengenommen mehr Reichtum besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – insgesamt 3,6 Milliarden Menschen.

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Matthias Weik und Marc Friedrich - Wir werden immer mehr zu Sklaven der Konzerne! 17.01.2017

Vor einem Jahr besaßen noch 62 Superreiche so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Welt. Zum Beginn des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, das vom 17. - 20. Januar 2017 stattfindet, präsentierte Oxfam, ein internationaler Verbund von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, die neuesten Zahlen. Demnach sind es gerade mal noch die reichsten acht Menschen, die zusammengenommen mehr Reichtum besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – insgesamt 3,6 Milliarden Menschen. Weiter kommt die Studie zum Schluss, dass das reichste Prozent der Menschheit seit 2015 mehr als der gesamte Rest der Welt besitzt. Auch reiche Länder sind laut Oxfam von sozialer Ungleichheit betroffen. In Deutschland hätten 36 Milliardäre so viel Vermögen (297 Milliarden US-Dollar) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Diese Entwicklung hänge eng mit den Möglichkeiten reicher Menschen und internationaler Konzerne zusammen, sich Vorteile auf Kosten des Allgemeinwohls zu verschaffen, kritisierte die Organisation. Sie nutzten aggressive Steuervermeidung, verschöben ihre Gewinne in Steueroasen und trieben Staaten in einen ruinösen Wettlauf um Steuersätze. Zwei Finanzexperten, die diese Entwicklung vorausgesagt und sich mit den Ursachen beschäftigt haben, das meint, dass die Reichen immer reicher werden und immer mehr bestimmen, wo es lang geht, sind die beiden deutschen Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich. Beide studierten Betriebswirtschaftslehre und vertreten die Position, dass aufgrund des bevorstehenden Zusammenbruchs des Finanzsystems Geldanlagen zu vermeiden und in Sachanlagen zu investieren sei. In einem Interview vom Mai 2016 auf dem Frankfurter Börsenparkett fassten Weik und Friedrich die Erkenntnisse ihres neusten Buches „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ zusammen. Die Katastrophe an sich sei es, dass der versprochene sogenannte Trickle-down-Effekt – also dass der Wohlstand der Reichen nach und nach durch deren Konsum und Investitionen in die unteren Schichten der Gesellschaft durchsickern würde – schlicht nicht stattfindet. Als Grund dafür sehen sie den Finanzkapitalismus, der die Vermögen total ungerecht verteilt, nur die Reichen fördert und auf Profit ausgerichtet ist. Im Gegensatz zum Finanzkapitalismus befürworten Weik und Friedrich den Realkapitalismus, weil er in Sachwerte investiert und der Produktionswirtschaft dient. Heute seien 90 % des Geldes in der Finanzwirtschaft und nicht mehr in der Realwirtschaft, was zu einer immer krasseren Kluft zwischen Arm und Reich führe. Dies seien für uns alles Warnsignale dahin, dass es kapitale Fehler am Finanzsystem sind, aus denen niemand lernen wolle. Das Problem sei das Schuldensystem, dass die Schulden immer weiter wachsen, da das Vermögen der Reichen auch wachsen müsse. Deshalb würden wir immer mehr zu Sklaven der großen Konzerne, müssten immer mehr selber machen, an den Kassen einscannen, Gebühren für alles Mögliche bezahlen, bekommen dafür aber immer weniger Gegenleistung. Friedrich wörtlich: „Irgendwann wundert sich jeder, warum er keine Zeit mehr hat ein kritisches Buch zu lesen, oder tolle YouTube-Kanäle anzuschauen, wo man informiert wird, weil wir alle noch schneller im Hamsterrad rennen müssen. Das ist vielleicht auch gewollt, weil ein uninformierter Bürger immer leichter zu regieren und zu manipulieren ist, als ein informierter.“ Hören Sie nun die wichtigsten Auszüge des Interviews mit Matthias Weik und Marc Friedrich vom Mai 2016. Informieren Sie sich und verbreiten Sie diese Zusammenhänge weiter, damit das korrupte Finanzsystem, das einzig den wenigen Reichen dient und diese noch reicher werden lässt, als solches enthüllt und von Grund auf erneuert werden kann. Marc Friedrich: Wir haben definitiv in der Recherche herausgefunden, dass die Kri-sen gewollt sind, dass das Geld immer weiter oben bei den Reichen landet und im-mer weniger nach unten im Trickledown-Effekt sich nach unten bewegt und dass die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich immer größer wird. Und wir haben unglaubliche Beispiele erwähnt oder gefunden und die haben wir im Buch auch niedergeschrieben. Und dahingehend wird der Leser sehr, sehr viel erfahren und auch die Krisen verstehen – warum sie immer in Zyklen auftreten, warum sie, wie gesagt, teilweise sogar gewollt sind und warum es diese Vermögensumschichtung gibt von unten, von der Mitte, nach ganz, ganz oben. Reporterin: Ihr beschreibt darin auch, wie es zu der aktuellen Situation gekommen ist. Könnt ihr das für uns noch mal kurz zusammenfassen? Matthias Weik: Die Krise entstand, mal ganz banal gesagt, durch viel zu niedrige Zinsen und zu viel billiges Geld. Bekämpfen tun wir die die Krise heute mit historisch niedrigen Zinsen und unendlich viel billigem Geld. Aber ich kann nur noch betonen: Es wurde noch niemals in der Geschichte der Menschheit eine Krise nachhaltig durch Gelddrucken gelöst. Auch wenn wir das jetzt auf globaler Ebene versuchen, es wird nicht funktionieren. Friedrich: Im Zuge des Neoliberalismus, im Zuge der 80er Jahre hat dann Clinton oder auch Thatcher, und vor allem die rot-grüne Regierung in Deutschland in den 2000er Jahren haben die radikal den Markt dereguliert – und vor allem die Finanz-wirtschaft hat davon profitiert. Und wohin das geführt hat, sehen wir ja jetzt. 2008 war unser globales Finanzsystem mit dem Wimpernschlag vom Abgrund entfernt. Und die Finanzmärkte können sich selber nicht regulieren. Ganz im Gegenteil, sie führen von einer Krise zur nächsten Krise. Und aus diesem Grund fordern wir ganz klar – wir sind große Freunde vom Kapitalismus, von Realkapitalismus – aber der Finanzkapitalismus, der muss definitiv an die Leine genommen werden. Wir müssen antizyklisch Kapitalmarktkontrollen einführen, wir müssen die Märkte wie-der bändigen und wieder in die Bahn führen, dass sie den Menschen dienen und nicht nur sich selber. Ansonsten ist die nächste Krise definitiv vorprogrammiert. Und ein Menetekel oder ein Beweis dafür, dass die Warnsignale immer häufiger werden, ist natürlich auch diese verantwortungslose Notenbankpolitik. Wir erleben ein Notenbankexperiment par excellence. Wenn’s in Europa wirklich so toll laufen würde, warum hat Herr Draghi dann die Zinsen auf ein historisches Tief von null Prozent – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Julia, – null Prozent, gesenkt. Und warum hat er das Aufkaufprogramm erweitert und sogar noch erhöht um 20 Milliarden auf 80 Milliarden Euro pro Monat. Also da können wir nur noch mit dem Kopf schütteln. Es ist unverantwortlich! Weik: Kapitalismus ist gut, Realkapitalismus, aber Finanzkapitalismus ist schlechter Kapitalismus, weil er verteilt das Vermögen total ungerecht. Wenn wir uns vorstellen, dass heute 62 Milliardäre genauso viel besitzen wie dreieinhalb Milliarden Menschen, dann wird das produktive Kapital nicht mehr fair verteilt. Abgesehen davon ist es hinlänglich bekannt, dass der Mensch an sich irrt. Also ist es doch sinnvoll, wenn wir das Kapital breiter verteilen, damit, wenn auch der eine oder andere sich irrt, nicht so unglaublich viel Schaden angerichtet wird. Friedrich: Die Nachbeben von Lehmann und Hypo Real Estate spüren ja wir bis heute. Aber damals hat die Politik nicht diesen erforderlichen Paradigmenwechsel durchgeführt. Ganz im Gegenteil. Man hat zwar vor den Kameras versprochen, ja, wir werden die Banken bändigen und Finanztransaktionssteuer und Basel III,ja – aber im Endeffekt ist nichts passiert. Wir sehen es ja: Die Märkte sind wieder außer Rand und Band und wir haben Höchststände an den Aktienmärkten; die Bonis flie-ßen wieder in Hülle und Fülle, die Banken haben ein Gerichtsverfahren nach dem anderen, wegen ihrem systematischen Betrug eigentlich. Die Deutsche Bank hat 6.000 aber wir reden auch von anderen Banken. Und wir haben ja im Buch auch eine kühne Prognose abgegeben bezüglich der Deutschen Bank, aber das ist eine andere Geschichte. Also, Fakt ist: Damals hat die Politik 2008 nicht die notwendigen Schlüsse gezogen. Und es ist ein kapitaler Fehler, unserer Meinung nach, und der wird uns teuer zu stehen kommen. Weil wir huldigen nach wie vor diesem falsch- und fehlgeleiteten Neoliberalismus und an diesem Kamikazekurs halten wir fest und haben die Verschuldung seitdem verdoppelt. Wir haben Billionen in ein marodes Finanzsystem gepumpt, wo wir einfach nur mit dem Kopf schütteln können und sagen können: Dieses Geld hätte sinnvoller in der Realwirtschaft ankommen sollen, hätte was Gutes machen können. Wenn man zum Beispiel nach Griechenland schaut. Griechenland hat das dritte Hilfspaket bekommen – wir reden da von 300 Milliarden. Wir wissen alle in der Zwischenzeit, dass 90% dieser Gelder niemals in Griechenland angekommen sind, ansonsten würde da unten Honig und Milch fließen und wir hätten keine Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen von über 50%. Das Geld ging halt wieder an die Finanzinstitute nach Frankfurt, hierher, nach Paris und nach London und hat die Banken gerettet. Und das ist der Skandal an sich, dass wir praktisch immer wieder versuchen, mit den gleichen gescheiterten Medikamenten den Patienten zu retten. Aber in der freien Marktwirtschaft ist das so: Wenn ein Medikament nicht funktioniert oder sogar noch schädliche Nebenwir-kungen hat, dann wird es vom Markt genommen und verboten. Aber hier versucht die EZB und die Troika und die Verantwortlichen in Brüssel und Berlin jedes Mal mit der gleichen gescheiterten Medizin den Patienten aufzupäppeln, so lange, bis er wohl tot umfällt Reporterin: Wieso kommt es denn innerhalb dieses Systems immer wieder zu den Krisen? Das habt ihr auch ganz toll herausgearbeitet, also warum es tatsächlich immer wieder diese Zyklen und diese Krisenzyklen gibt. Weik: Ganz einfach, am Ende eines jeden Zykluses besteht nicht mehr die Möglich-keit produktiv genügend Rendite zu erwirtschaften und dann kommen die Zocker, dann kommt die Finanzwirtschaft, dann kommt das Finanzkapital. Heute sind 90% des Geldes in der Finanzwirtschaft und nicht mehr in der Realwirtschaft. Da sollten wir uns dann doch Gedanken machen. Wir sind momentan schon wieder in der letzten Stufe unseres Zyklus, des digitalen Zyklus – es wird wieder was Neues kommen. Die Welt wird auch nicht untergehen. Aber momentan sind ganz klar die Zocker am Werk und sie dominieren – so hart es klingt – auch die Realwirtschaft. Friedrich: Wenn man sich vorstellt, dass 90% des Vermögens weltweit nur noch in-zestuös sozusagen im Finanzsystem kursiert, ist es nicht produktiv. Wir brauchen Produktivkapital! Momentan haben wir einfach Geld, hackendes Geld! Geld verdient Geld dadurch, dass es einfach nur hier rumschwirrt – das kann nicht funktionieren, wird nicht funktionieren. Aber die Katastrophe an sich schlechthin ist, dass praktisch dieser vom Neoliberalismus versprochene Trickle-down-Effekt – also dass praktisch das Vermögen von oben irgendwann auch in die Mittelschicht oder in Unterschicht runtertröpfelt – passieren wird; das findet nicht mehr statt, weil durch die Kaperung des Finanzkapitalismus ist eine Dämmschicht eingezogen worden zwischen ganz, ganz oben und dem Rest vom Fest. Und das ist gefährlich. Seitdem bleibt das Geld alles oben, das Vermögen, und wir haben es ja jetzt gesehen: Seit 2008 ist die Konzentration, die Allokation von Vermögen bei immer weniger Protagonisten. Wir haben 62 Milliardäre, die so viel Geld besitzen wie 3,6 Milliarden Menschen. Und die Zahl hat sich nach unten bewegt. Wir hatten noch im Jahr 2010 ungefähr 120 Milliardäre, die so viel Geld hatten – es wird immer krasser! Und diese Ungerechtigkeit wird weiter zunehmen – und das sind für uns alles Warnsignale dahingehend, dass es kapitale Fehler sind, aus denen wir nicht gelernt haben; und noch können wir die „Kuh vom Eis holen“. Weik: Warum werden denn die, sorry, immer reicher? A) das billige Geld von Herrn Draghi aber B) was wir auch im Buch darlegen, ist unser ungerechtes globales Steuersystem. Wenn einige wenige es schaffen, aufgrund von Steueroasen, das heißt, dass Konzerne oder Superreiche kaum oder gar keine Steuern zu bezahlen (haben) und wir als Durchschnittsverdiener werden geschröpft – dann ist das eine gnadenlose Ungerechtigkeit und es führt auch zum Aufruhr. Die Leute werden es sich irgendwann nicht mehr bieten lassen, wenn große Internethändler einen Bruchteil ihrer Steuern in Luxemburg bezahlen – und hier, eine kleine Buchhandlung in Frankfurt, wird voll zur Zahlung gebeten. Und das kann nicht sein! Oder Möbelkonzerne – wir haben absurde Beispiele -, ein großer Mobilfunkhersteller, der für Deutschland eine Steuerrückzahlung in einem Jahr bekommen hat, obwohl er riesige Gewinne eingefahren hat … Und wenn wir das auf globaler Ebene nicht ändern, werden wir ein Riesenproblem bekommen. Friedrich: Also, wie kann mir bitte ein Herr Junker erklären, wie er Steuergerechtig-keit nach Europa bringen möchte, wenn er als Finanz- und Premierminister von Lu-xemburg diese Steueroase Luxemburg selbst initiiert hat. Er hat, wir haben es im Buch beschrieben, er hat 300 Großunternehmen nach Luxemburg sozusagen ge-schleust oder angelockt, ja, mit Versprechungen, dass sie nur noch homöopathi-sche Dosen an Steuern zahlen müssen. Und das machen sie auch. Wir haben das eine Beispiel mit Ikea. Bei 2,5 Milliarden Gewinn haben die 0,002 % Steuern bezahlt. Also sorry, da hört`s für mich auf. Wie soll man da noch dem Arbeiter hier in Hessen oder in Berlin erklären, dass er gefälligst seine Steuern zu zahlen hat. Und zwar 30 oder 40 %. Das ist Steuerungerechtigkeit. Und das System, in dem wir momentan leben, dieser pervertierte Finanzkapitalismus fördert die Falschen. Näm-lich nur die Großen und die Kleinen müssen immer schneller im Hamsterrad rennen. Und die Großen werden immer größer, immer mächtiger und bestimmen immer mehr, wo es lang geht. Es gibt mehr bei TTIP, bei Monsanto, überall, in der Wirtschaft, auf den Finanzmärkten. Wir werden immer mehr Sklaven der großen Konzerne. Müssen immer mehr selber machen, müssen immer mehr zahlen, aber bekommen immer weniger Gegenleistung. Und das ist das Ziel. Wir sind kostenfreie, sozusagen, Arbeitnehmer, die dann alles selber machen, ohne dass die Konzerne noch was zahlen müssen. Wir müssen selber jetzt an den Kassen jetzt einscannen, wir müssen selber zahlen, müssen das Onlinebanking ausfüllen, müssen aber noch Gebühren zahlen, Strafgebühren, Negativgebühren, wir müssen Pfandflaschen zurückgeben, wir müssen unsere Zalando-Pakete bei der Post abholen, in langen Schlangen, oder noch einscannen etc. pp. Und keiner merkt’s. Und irgendwann wundert sich jeder, warum er keine Zeit mehr hat, ein kritisches Buch zu lesen oder tolle Youtube-Kanäle anzuschauen, wo man informiert wird. Weil wir alle nur noch schneller im Hamsterrad rennen müssen. Und das ist vielleicht auch gewollt, ja. Weil ein uninformierter Bürger ist immer leichter zu regie-ren und zu manipulieren, wie ein informierter Bürger. Reporterin: Ist das notwendig, dass wirklich immer diese steilen Kurven quasi statt-finden, also entsprechend der Konjunkturkurve? Das habt ihr auch schön beschrie-ben, warum die Konjunktur immer so starke Ausschläge hat. Also ist es überhaupt in diesem System möglich das abzufedern, abzumildern oder irgendwie nicht ganz so schlimm werden zu lassen? Friedrich: Nein! Weik: Der Mensch lernt bekanntlicherweise durch Scheitern. Und wahrscheinlich müssen wir auch erst alle scheitern, um daraus zu lernen. Natürlich kann man im Kleinen etwas machen, um sein Erspartes zu sichern. Wir sagen mehr denn je raus aus Papier, rein in Sachwerte. Und da fängt man bei einer kleinen Silbermünze für 20 Euro an und hört bei einem Wald auf, je nach Gusto und je nach Portemonnaie. Also im Kleinen kann man schon was machen. Und man kann sich auch überlegen, wo kaufe ich ein. Kaufe ich bei einem großen Billigheimer oder kaufe ich beim Laden um die Ecke. Was kaufe ich für Produkte ein. Ein Thema im Buch ist auch „Billigwaren“. Und wir müssen uns verinnerlichen, wenn wir ne Jeans für 9,99 € kaufen, dass am anderen Ende der Erde jemand halt eben nur 1 € am Tag verdient oder 2. Und uns geht’s nur so gut, was den anderen so verdammt dreckig geht. Und je mehr wir andere Länder ausbeuten, desto weniger dürfen wir uns wundern, wenn die Menschen irgendwann die Schnauze voll haben und sagen, dann kommen wir eben dahin, wo es den Menschen gut geht. Also das ist nicht nachhaltig. Abgesehen davon ist es doch absurd, dass ausgerechnet die, die den ganzen Billigkrams verkaufen mit die Reichsten sind. Ob das der Herr von Zara ist, die Herren, die Lidl oder Aldi besitzen und und und. Friedrich: Wir haben versucht, im Buch einen Rundumschlag zu machen und alle Faktoren mal zusammen zu zählen. Weil das gehört alles zusammen. Von Steuergerechtigkeit, Steueroasen bis hin zu Billigwaren, den wir ja alle leben, dem wir ja alle frönen, Ungerechtigkeit, Geldsystem, etc. Und erst dann hat man das komplette Bild. Wenn man diese ganzen Faktoren zusammensetzt, hat man das Gesamtbild als Puzzle und kann auch erkennen, wo die Probleme überall liegen. Und da müssen wir ansetzen! Weik: Wie kann es sein, dass der größte Markt der Welt mit einem Volumen von ü-ber 700 Billionen vollkommen intransparent ist? Die sogenannten OTC die „Over the Counter“-Geschäfte. Warum kann man das nicht reglementieren? Wie kann so was – finanzielle Atombomben – weiter zirkulieren? Sie sind sogar mehr wie seit 2008, d.h. wir haben genau das Gegenteil gemacht, wir haben es noch größer gemacht. Und wenn wirklich die nächste Derivate-Bombe oder auch nur ein Teil davon platzen wird, werden wir es alle merken, viel mehr als bei Lehman Brothers. Reporterin: Ich möchte nochmal ganz kurz den Bogen zurückspannen, zu den Kondratjew-Zyklen oder Kondratieff-Zyklen, wie das häufig genannt wird. Da habt ihr auch ein ganzes Kapitel der Sache gewidmet; um zu zeigen: Das sind im Prinzip die langen Zyklen im Gegensatz zu diesen kurzen konjunkturellen Zyklen. Viele sagen aber momentan auch, diese Kondratjew-Zyklen würden heute gar keine Rolle mehr spielen. Ihr habt das aber eigentlich ganz gut dargelegt, warum das doch der Fall ist. Friedrich: Also es gibt lange Zyklen, die sind so 60 bis 70 Jahre von Kondratjew und es gibt die kurzen Zyklen, das sind so 7 Jahre, das kennt man auch aus der Bibel, 7 Jahres-Zyklus, Schulden und so weiter vergeben etc. Und im Nachhinein muss man sagen: Kondratjew hatte tatsächlich recht! Also auf die Vergangenheit bezogen ist es wirklich so, dass alle 60 bis 70 Jahre eine Ära zu Ende geht, ja z.B. das Ei-senbahn-Zeitalter ging zu Ende. Und Problem ist, dass am Ende dieser Wellen immer zu viel Kapital, spekulatives Kapital, trotzdem noch in die sterbende Technologie reingepumpt wird. Das war damals z.B. die Eisenbahnen, in den Schienenbau, ja. Viele haben da viel Geld verloren. Es gab einen großen Crash, es wurde viel Geld vernichtet oder verbrannt, und dann kommt eine neue Technologie, ja. Damals war es dann das Auto z.B., ja, dann kam irgendwann die Chemie-Industrie etc. Das sind immer so Wellen, Fernsehen war so ne Industrie. Jetzt momentan sind wir in der Digitalisierung, ja, also die Welle, denken wir aber, ist gerade am Abebben, wir sind am Ende dieser Welle. Weik: Wir haben es ja vorhin angesprochen, am Ende kommen immer die Zocker und die Spekulanten. Wenn wir uns jetzt die Börsenwerte anschauen von Unternehmen wie Facebook, oder was für WhatsApp bezahlt wurde, 20 Milliarden, oder LinkedIn oder auch Apple, das sind, sind so unvorstellbare Summen, die doch, unter uns gesagt, mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Reporterin:Ja. Weik: Also wenn man sich überlegt, Apple hat keine eigenen Produktionshallen, das ist Foxconn, das gehört denen nicht, soll aber so viel Wert sein wie zu Topzeiten jetzt ein bisschen weniger wie Dreiviertel aller DAX-Unternehmen, das heißt, mehr wie BMW, VW und Mercedes zusammen, Das kann doch nicht sein! Friedrich: Apple ist auch ein schönes Beispiel dahingehend, dass das Geld nicht mehr sozusagen in die Entwicklung gestopft wird, ja, sondern was machen die vor allem mit dem Großteil ihrer Bar-Reserven? Sie kaufen eigene Aktien und schütten sich selber die Dividende aus. Das zeigt ganz klar: Das System ist definitiv im End-stadium, am Ende, und am Ende des Kapitalismus oder des Finanzkapitalismus muss sich der Finanzkapitalismus immer die Käufer noch kaufen, ja, selber kaufen. Das heißt, deswegen haben wir Nullzins-Phase, deswegen haben wir Helikopter-geld, das gerade schon hier im Raum schwirrt usw. Und das wird auch kommen müssen! Um das Geldkarussell am Laufen zu halten, müssen immer neue Ideen kommen. Wir werden einen Negativzins definitiv sehen. Wir werden alle zahlen müssen für Geld auf dem Konto, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das Geld wird mehr und mehr reguliert, ja. Also, apropos Bargeldabschaffung oder der 500-Euroschein, der jetzt eingezogen wird, peux a peux. Wir haben es im Buch ganz deutlich geschrieben: Liebe Leser, liebe Zuhörer! Lassen Sie sich nicht veräppeln! Natürlich ist es nicht so, dass es wegen den Terroristen passiert oder wegen den bösen Steuerhinterziehern oder was weiß ich was, ja, wegen den kriminellen Machenschaften, weil da haben wir schon viele Politiker gefragt: Ja gut, warum sollen dann die Terroristen oder die Mafia nicht auf 100-Euroscheine umsteigen oder auf Diamanten oder Gold, ja? Da guckt man uns ja nur mit großen Augen an und hat natürlich keine Antwort darauf. Es geht natürlich um Entmündigung der Bürger, um Transparenz, um Gängelung, um Kontrolle, um Macht und um finanzielle Repression. Und da geht die Reise immer mehr hin. Wir werden in Zukunft Sachen erleben, die kann man sich momentan noch gar nicht vorstellen. Aber das war erst der Anfang vom ganzen Spiel! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Weik: Im Endeffekt geht’s einfach darum: Jemand muss die Krise bezahlen. Und wer kann es am besten bezahlen? Der Sparer! Wir haben 2,5 Billionen allein an Barvermögen rumliegen. Wenn wir einen Negativzins von 4 oder 5% haben, dann können wir das Spiel eine ganze Weile noch am Leben erhalten, aber: Die Leute sind ja clever und können rechnen! Damit sie nicht das Geld abheben – es wird kein Bargeldverbot geben, aber Bargeldabhebungsbeschränkungen. Nehmen wir mal na, jemand hat 50.000 Euro angespart, aber er kann nur noch 1500 pro Monat oder pro Jahr abheben, dann können wir ja ganz entspannt den Zins installieren. Und nur darum geht’s. Und darauf werden wir häppchenweise drauf vorbereitet und der „böse“ 500-Euroschein hat damit nichts zu tun. Reporterin: Was Ihr in diesem Buch auch aufgegriffen habt, so ein bisschen ist, ähm eine andere Wortwahl. Du hast es eben schon extra so betont, es ist keine Kapitalismus-Kritik, sondern es ist eine Kritik an dem Finanzkapitalismus, an diesem pervertierten Finanzkapitalismus und wirklich den großen Unterschied zwischen der Marktwirtschaft und dem Kapitalismus rausgearbeitet, und ich finde, das ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Friedrich: Wir haben Wohlstand geschaffen, den kann keiner leugnen. Das war der Kapitalismus. Aber dieser Kapitalismus wurde halt vor 20, 25 Jahren durch den Neoliberalismus und durch den Finanzkapitalismus gekapert und wurde pervertiert. Und das ist ungesund. Und so leben wir. Wir haben den größten Niedriglohnsektor in Europa in Deutschland, ja. Immer mehr Menschen können von ihrer Händearbeit nicht leben, die können keine adäquate Altersvorsorge betreiben. Wie soll jemand, der im Niedriglohnsektor arbeitet, für den Ruhestand vorsorgen, wenn wir ein Nullzins-Umfeld haben? Das kann nicht funktionieren. Da kommt eine Altersarmutswelle auf uns zu, die sich gewaschen hat. Und ja, viele Prognosen sind eingetroffen und wir sind überrascht und auch teilweise besorgt, mit welcher Dynamik die eintreffen. Und wir haben große, große Befürchtungen, dass wir auch weiterhin leider Recht behalten werden. Aber nichtdestotrotz geben nicht die Hoffnung auf, unsere Mitmenschen aufzuklären und den Politikern in Brüssel und in Berlin konstruktive Lösungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Deswegen haben wir auch ganz bewusst, Lösungen mit aufgenommen, die wirklich ganz einfach sind, sowohl für Griechenland, als auch für den Euro, fürs Geldsystem und für alles. Man muss es nur nachlesen, Kapitel 7. Das kann jeder umsetzen, wenn man denn möchte. Aber wir haben halt die Befürchtung, dass der Mut und der Wille natürlich fehlt und dass die Protagonisten in der Politik kein Interesse haben, daran was zu ändern, weil das ganze Projekt oder das ganze System natürlich hochlukrativ für diejenigen ist. Weik: Teuer wird es so oder so. Aber es wird auf jeden Fall günstiger, das System kontrolliert herunterzufahren und ein neues System zu implementieren, wie in einem Crash. Und wenn wir uns umschauen: Wir sind nun mal in einer Währungsunion und wir sind in einer politischen Union. In unseren Nachbarländern, ob es jetzt Griechenland ist: Griechenland ist immer noch bankrott. Auch in Spanien geht nicht viel aufwärts. Italien: Industrieproduktion liegt am Boden, hohe Arbeitslosigkeit. Alle Länder, ob Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Portugal, den geht’s allen schlechter mit dem Euro wie ohne den Euro. Und wir machen uns Sorgen um Frankreich. Da wird bald gewählt, nächstes Jahr. Wenn da die falsche Partei gewinnt, und die Frau le Pen ihre Drohung, Warnung, Absicht wahrmacht und sagt, sie tritt aus dem Euro aus. Da muss uns allen bewusst sein, auch den Menschen hier unten (Börse): Dann haben wir am folgenden Tag keinen Euro mehr und ganz andere Probleme. Wir haben jetzt viel über Zahlen gesprochen, aber wenig über den Faktor Mensch. Der Faktor Mensch wird die Krise auch bestimmen. Wir sehen den politischen Wandel in ganz Europa. Die Leute lassen sich nicht mehr belügen und wir machen uns als überzeugte Demokraten und überzeugte Europäer doch Sorgen, in welche Richtung Europa geht. Friedrich: Was uns wirklich besorgt, ist halt, dass die Demokratie eines der ersten Opfer in dieser Krise war. Weil, wenn man sich überlegt, wir haben es vorher schon erwähnt, wir denken, die Krisen sind gewollt! Seit 2008 wurden Rettungspakete im Milliardenbereich an ein marodes Finanzsystem weitergeleitet, die unter normalen Umständen ohne diesen Deckmantel der Krise und der Angstmache nach dem Motto: Wir müssen den Euro retten, wir müssen die Märkte beruhigen, wir müssen das jetzt machen, ja, wenn dieser Aktionismus nicht gewesen wäre, unter normalen Umständen hätte es nie funktioniert. Die breite Bevölkerung hätte dem nie zugestimmt. Oder auch was für Gesetze, oder was die EZB macht, das ist demokratisch mehr als fragwürdig, ja. Und für uns als überzeugte Demokraten ist es unerträglich! Und dann natürlich diese Konzentration von Vermögen: Die Superreichen hatten noch nie, so ne, Entschuldigung, geile Zeit wie aktuell. Weil innerhalb von wenigen Jahren haben sich die Superreichen, hat sich das Vermögen um 20, 30, 50% erhöht. Diese Ungerechtigkeit, die löst sich in der Geschichte immer auf. Weil, irgendwann ist die Unzufriedenheit groß, da gibt’s sozialen Ungehorsam, Aufruhr etc. Und das ist das große Problem und die Schulden wachsen natürlich auch immer weiter, weil das Guthaben auch wachsen muss. Jeder, das Problem des Schuldgeldsystems, weil wir ein falsch gestricktes Geldsystem haben. Man darf nie vergessen, die Schulden werden nicht zurückgezahlt! Schulden lösen sich nur durch 3 verschiedene Arten auf. Das ist: Inflation, Währungsreform und Krieg, ja. Und jetzt kann man nur hoffen, dass 1+2 funktionieren, aber bei 1+2 werden die Verluste schon bei über 50% liegen. Weik: Wir müssen anfangen, mal wieder die Menschen und nicht wieder die Banken zu retten. Wir haben ein ganz spannendes Kapitel dazu geschrieben. Wir haben mal Irland und Griechenland, nein, Island und Griechenland verglichen. Was haben denn die einen richtig und die anderen falsch gemacht? Friedrich: Island wurde massiv von außen fast schon bedroht, hat mir einer der Sek-retäre des Präsidenten gesagt, weil der Druck auf Island war enorm. Und da wurde ja prognostiziert: Wenn ihr jetzt nicht sofort sozusagen die Banken rettet, ihr werdet nie wieder an die Kapitalmärkte zurückkommen etc.pp. Nichts von dem ist passiert! Island geht es besser als zuvor! Island hat alles richtig gemacht! Island hat die Banker vors Gericht gezogen und sogar inhaftiert. Island ist wieder an den Kapitalmärkten! Island hat niedrige Arbeitslosenzahlen. Die Löhne sind gestiegen. Den Menschen geht’s gut, weil Island hat nämlich den Rettungsschirm nicht über die Banken gespannt, sondern über seine Bürger. Und das ist einmalig! Und hat sich gegen Troika IWF, was weiß ich, von allem Druck von außen widersetzt und hat einfach gesagt: Wir zeigen euch die rote Karte, wir müssen unseren Bürgern dienen und nicht irgendwie nur den Banken und dem Großkapital. Und da muss ich sagen:chapeau! Und das sollte uns eigentlich ein Vorbild für die Zukunft sein! Also Island, ganz tolles Beispiel! Reporterin: Ganz spannendes Thema! Also, ihr habt jetzt geschrieben, warum man im Prinzip Krisen braucht und warum diese Krisen auch herbeigeführt werden, und wir sehen auch, das erinnert mich ein bisschen an den letzten Buchtitel, also: „Der Crash ist die Lösung“. Der Mensch braucht irgendwie immer erst den Schlag vor den Bug, bevor sich irgendwas ändert. Was fordert ihr? Friedrich: Umso länger wir an diesem falsch gestrickten Währungsexperiment und Notenbankexperiment festhalten, umso teurer wird’s mit jedem Tag. Und wir haben im Buch ganz klar konstruktive Vorschläge geliefert für jede der großen drei Baustel-len. Das ist einmal Europa und der Euro, dann natürlich die antizyklische Kapital-marktkontrolle der Finanzmärkte und der Banken und der Versicherungen und als Letztes natürlich unser falsch gestricktes Geldsystem. Weik: Wir müssen Europa und die EU verändern. Wir brauchen nicht den Superstaat Europa, weil, das Schöne an Europa ist: Wir sind unterschiedliche Kulturen und das soll so bleiben. Wir brauchen nicht die gleichen Gurken- und Bananenform überall, und wir brauchen auch nicht die gleiche Währung. Aber eine Wirtschaftsunion, dass Europa wirtschaftlich zusammenarbeitet, das hat sehr lange funktioniert und da sollte die Reise wieder hingehen. Aber von der Gleichmacherei halten wir gar nichts, weil, dafür sind die Menschen und Kulturen viel zu verschieden und das macht Europa auch aus. Friedrich: Also wir sind ganz klar Befürworter von basischdemokratischen Entschei-dungen, von mehr Volksabstimmungen, ja, dass die Demokratie wieder Einzug er-hält, weil nur dann, wenn wir diese Möglichkeit geben, dass die Menschen sich wie-der abgeholt fühlen, wieder als Teil des politischen Systems sind, können wir den Extremisten von ganz links und ganz rechts auch den Nährboden entziehen. Und das ist essentiell. Das sollten wir auch alle tun. Deswegen fordern wir mehr Abstim-mung über die EU. Nach dem Motto: Liebe Europäer, wollt ihr mehr EU, wollt ihr so-viel EU wie bisher oder weniger oder soll sie ganz weg? Euro, TTIP etc. Wir brau-chen mündige Bürger und die sollten auch mitentscheiden. Dann ist die Politik auch in der Pflicht, die notwendigen Informationen zu liefern, weil es oft ja heißt: Ja, das sind so extreme Komplexe, Thematiken, die kann man dem normalen Bürger nicht zutrauen. Doch! Dann haben die die Verantwortung, uns dies so aufzudröseln dass wir es auch verstehen. Punkt. Aus! Das ist für mich Demokratie. Und da müssen wir ansetzen. In der Schweiz klappt es doch auch hervorragend. Weik: Wir brauchen das Ende von Geheimverhandlungen. Gerade TTIP, bestes Bei-spiel. Wenn es so gut ist, dann können sie es uns doch sagen auch und vor allem, warum es so gut ist?! Warum muss das geheim sein? Weil wir müssen es doch eh alle ausbaden und dafür bezahlen! Also sollte man das öffentlich machen! Es muss ein Ende geben von solchen Geheimverhandlungen und dann muss es eine Volksabstimmung geben. Wollen wir das oder wollen wir das nicht? Weil das wird uns und die Generation danach betreffen. Das wird elementar! Also sollten wir uns jetzt darüber Gedanken machen und darüber entscheiden und nicht sagen: Oh, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen mit dem Euro. Oh, jetzt müssen wir krampfhaft dran festhalten!

von dd.


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