Dienstag 11. Juli 2017

Medienkommentar Politik

Die Instrumentalisierung von Minderheiten am Beispiel Venezuelas und der Ukraine (1 von 2)

Die Instrumentalisierung von Minderheiten am Beispiel Venezuelas und der Ukraine Dienstag, 11.07.2017 (1 von 2)
3:55
Die Völker spielen nicht mehr mit bei „Teile und Herrsche“ Sonntag, 11.06.2017 (2 von 2)

Eine kleine Minderheit bringt es übers Herz, eine ganze Nation massiv zu schädigen und dabei ihre ideologischen oder materiellen Eigeninteressen über die Interessen der Gesamtheit zu stellen. Auf Kosten der Not leidenden Bevölkerung werden Machtinteressen ausgespielt. Zwei Beispiele verdeutlichen die Situation. Wer kann dieses niederträchtige Spiel durchschauen?

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Die Instrumentalisierung von Minderheiten am Beispiel Venezuelas und der Ukraine 11.07.2017

Zwei venezolanische Demonstranten griffen am 29. Juni 2017 ein staatliches Warenhaus an, steckten es in Brand und zerstörten die dort gelagerten Nahrungsreserven. Der Gouverneur der Region, Nelson Moreno, berichtete, dass gegen 19 Uhr zwei Männer, mit Molotow-Cocktails bewaffnet, über den Zaun des Lagers kletterten und ein Feuer entzündeten, wodurch die Halle stark beschädigt wurde. Etwa 40 Tonnen Nahrungsmittel, die für die staatlich subventionierten Supermärkte Mercal bestimmt waren, wurden von den Flammen vernichtet. Infolgedessen werden 40.000 Familien durch das Feuer betroffen sein; das Lager beliefert auch 399 örtliche Auslieferungs- und Produktions-Komitees, 278 Schulen, 31 Diagnosezentren, ein Altenzentrum sowie 52 Speisehäuser. Diese wurden vom damaligen Präsident Chávez für arme alte Menschen eingerichtet, damit jeder wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag bekommt. Beamte aus Regierungskreisen meinten, die Zerstörung des Lagerhauses sei ein strategischer Schachzug der Opposition, um die Unzufriedenheit im Volk aufgrund von Versorgungsengpässen weiter zu schüren und so den Regierungswechsel zu beschleunigen. In unserer Sendung „Vogel friss oder stirb–die eiserne Hand der US-Finanzoligarchie am Beispiel Venezuelas“ zeigten wir den Wirtschaftskrieg der US-Administration gegen Venezuela und die US-Unterstützung der Regierungsopposition auf. Nun haben es doch tatsächlich zwei Demonstranten dieser US-bezahlten Opposition übers Herz gebracht, zur Durchsetzung von Machtinteressen 40.000 Familien, dazu Schulen, Speisehäuser usw. durch ihren Feueranschlag auf die Nahrungsreserven aufs massivste zu schädigen! Dies ist bei Weitem nicht das einzige Beispiel, wie auf Kosten der notleidenden Bevölkerung Machtinteressen ausgespielt werden. Hier ein weiteres: In der Ukraine blockierte im Frühjahr dieses Jahres der paramilitärische Rechte Sektor Eisenbahnlinien in den Osten des Landes. Diese Blockade führte zu massiven Engpässen bei Kohlekraftwerken, die von der ukrainischen Regierung betrieben werden, und bei der Stahlverhüttung. Wir berichteten darüber in unserer Sendung „Ukraine-Krise: Die komplette Verdrehung des Rebellenbegriffs.“ Die Folge waren gravierende Engpässe in der Stromversorgung sowie ein krasser Einbruch in der Stahlproduktion. Die einst florierende, nun aber stark angeschlagene ukrainische Wirtschaft kam noch tiefer zum Erliegen. Diese kleine Minderheit mit Namen Rechter Sektor bringt es übers Herz, eine ganze Nation so massiv zu schädigen. Bereits im Jahr 2014 hatte der Rechte Sektor im Zuge der blutigen Maidan-Unruhen mit anderen US-gesteuerten ukrainischen Oppositionellen durch einen Putsch die legitime Regierung gewaltsam gestürzt. Daraufhin wurde eine US-hörige Regierung eingesetzt. Kurz und gut, immer wieder lassen sich Minderheiten oder zur Regierung in Opposition stehende Gruppierungen dazu verleiten, ihre ideologischen oder materiellen Eigeninteressen über die Interessen der Gesamtheit zu stellen. Dabei werden ganze Volksgruppen massiv geschädigt. Genau diese menschliche Neigung, die es fertig bringt, anderen Menschen in massivster Weise zu schaden, wird von den globalen Strippenziehern für ihre eigene Agenda missbraucht. Sie unterstützen Minderheiten und oppositionelle Gruppen finanziell und auf andere Weisen, aber letztendlich nur, um die eigene Vorherrschaft voranzutreiben. Doch zunehmend durchschauen Menschen aus den unterschiedlichsten Völkern dieses niederträchtige Spiel. Sie geben sich nicht mehr dafür her, anderen Menschen auf Kosten der Gesamtheit zu schaden. Ganz im Gegenteil begegnen sie sich mit Wertschätzung und einem starken Zusammengehörigkeitsbewusstsein: „Ich liebe Dich und ich brauche Dich“, sagen sie einander und demonstrieren damit eine weitaus höhere Lebensqualität. Einige Kostproben dazu sehen Sie in unserer Sendung „Die Völker spielen nicht mehr mit bei ‚Teile und Herrsche‘“, die wir nun im Anschluss nochmals zeigen.

von hm.


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