Donnerstag 02. November 2017

Medienkommentar Medien

Augenzeuge: „westliches Mediennarrativ über Syrien ist Bockmist“ (1 von 1)

Syrien befindet sich laut offiziellen Medienmeldungen seit 7 Jahren im „Bürgerkrieg". Die Systemmedien vermitteln fortwährend das Bild, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad ein rücksichtsloser Diktator sei, gegen den unterdrückte Minderheiten zu Recht aufgestanden seien. Bereits mehrfach ließ kla.tv Augenzeugen zu Wort kommen, die ein völlig anderes Bild vermittelten. Mit dieser Sendung bieten wir Ihnen eine weitere Gegenstimme zur Berichterstattung über Syrien: mit Auszügen aus dem Syrien-Reisebericht des US-amerikanischen Buchautors Brandon Turbeville wird Ihnen ein selten bereitgestelltes Bild des Landes gezeigt.

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Augenzeuge: „westliches Mediennarrativ über Syrien ist Bockmist“ 02.11.2017

Syrien befindet sich laut offiziellen Medienmeldungen seit sieben Jahren im „Bürger“krieg. Die Systemmedien vermitteln seit vielen Jahren das Bild, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad ein rücksichtsloser Diktator sei, gegen den unterdrückte Minderheiten zu Recht aufgestanden seien. Millionen von Syrern seien folglich völlig zu Recht aus ärmlichen, ausgebombten Verhältnissen nach Europa und insbesondere auch nach Deutschland geflohen, um sich hier ein neues Leben, frei von „Verfolgung“, Mord und Krieg aufzubauen. Doch deckt sich dieses, von westlichen Leitmedien und Politik vermittelte Bild mit der Wirklichkeit vor Ort? In mehreren Sendungen ließen wir Augenzeugen zu Wort kommen, die ein völlig anderes Bild vermittelten. [eingeblendet: www.kla.tv/9699; www.kla.tv/9811; www.kla.tv/9981; www.kla.tv/9660; www.kla.tv/9690; www.kla.tv/9696;] In unserer heutigen Sendung greifen wir eine weitere Gegenstimme in der Berichterstattung über Syrien auf. Der US-amerikanische Buchautor Brandon Turbeville berichtet seit dem Jahr 2011 auf der US-Plattform Activist Post über Syrien und den durch westliche Unterstützung beständig in Gang gehaltenen dortigen Konflikt. Am 24. Oktober 2017 veröffentlichte er einen Bericht seiner Reise durch Syrien, welcher ein selten bereitgestelltes Bild des Landes bietet. Hier auszugsweise seine persönlichen Eindrücke seines Besuchs in Syrien von Anfang Oktober 2017, aus seinem Beitrag „Western Media Narrative Is Bullshit“, zu Deutsch: Das „westliche Mediennarrativ ist Bockmist“. „Das Erste, was bei der Ankunft in Damaskus herausstach, war nicht die Architektur oder der Verkehr oder gar die Tatsache, dass das Leben fast vollständig in die vom syrischen Militär befreiten Gegenden zurückgekehrt ist, sondern es waren die Menschen. [...] Ungeachtet der Propaganda, welche dem westlichen Publikum dargereicht wird, finden sich im syrischen Volk einige der willkommensten und freundlichsten menschlichen Geschöpfe der Welt. Von dem Moment an, als wir das Land betraten, wurden wir von syrischen Soldaten an praktisch jedem Checkpoint in Syrien willkommen geheißen und so auch in Damaskus, wo die Menschen ihre berühmte Gastfreundschaft zum Ausdruck brachten. [...] Während Amerikaner weiterhin den Eindruck haben mögen, dass Syrer von Religion besessen, argwöhnisch und hasserfüllt gegen Ausländer sind (insbesondere gegenüber Amerikanern, aufgrund all unserer angeblichen „Freiheit“), kann ich ohne Einschränkung sagen, dass dies nicht wahr ist und dass ich während meines gesamten Aufenthalts nicht ein einziges Mal irgendwelche Feindseligkeiten von auch nur einem Syrer erlebt habe. Tatsächlich wurde uns das genaue Gegenteil gezeigt, da ich selbst und andere nach einer kurzen Unterhaltung wiederholt zum Abendessen, Tee und Kaffee eingeladen wurden. [...] Der Durchschnittsamerikaner sieht Syrien und die syrische Kultur als etwas ähnliches wie in Saudi Arabien, wo die Frauen von Kopf bis Fuß verpackt sind und keinerlei Rechte haben, wo Nicht-Muslime verfolgt werden und islamisches Recht vorschreibt, dass eine unglückliche Seele, welche dort geboren wurde, nicht einmal Zugang zu Alkohol hat, um seinen Kummer zu ertränken. [...] Um mit einigen dieser Mythen aufzuräumen. […] Frauen dürfen Auto fahren, wählen, öffentliche Ämter bekleiden und praktisch alles in Syrien tun, was ein Mann tut, sofern sie es wünschen. Frauen sind nicht verhüllt. Wenn man in den Straßen von Damaskus oder jeder anderen großen Stadt unterwegs ist, dann wird man zahlreiche unverhüllte Frauen in engen Jeans und Tanktops sehen. Es gibt keine Religionspolizei, von der sie gejagt werden, denn die Regierung ist weltlich und fördert die Säkularität (das meint die Trennung zwischen Religion und Staat) mittels Gesetzen und Politik. Religiöse Freiheit gilt für Muslime, Juden und Christen gleichermaßen. […] Muslime, Christen, Juden und all die anderen Zweige der Religionen haben seit Generationen friedlich koexistiert und tun dies heute weiterhin. Ein Spaziergang durch irgendeine [syrische] Stadt wird dies sonnenklar offenbaren. Niemand in Syrien betätigt sich eines religiösen Bürgerkriegs. Nur in den Hirnen der Westländer, welche täglicher Propaganda ausgesetzt sind, hat die Syrienkrise etwas mit Religion zu tun und nur auf den Telepromptern von CNN und MSNBC ist die Krise ein Bürgerkrieg. Überall in Syrien, selbst nach sechs Jahren intensiver Kämpfe und einigen der brutalsten Gräuel, welche die Welt jemals gesehen hat und welche durch Amerikas Terroristen begangen wurden, beginnt das syrische Volk mit dem Wiederaufbau. [...] Geschäfte werden wiedereröffnet, Häuser neu gebaut und Dienstleistungen wiederhergestellt. Es ist ein Gütezeichen für die Syrer, welches geholfen hat, das Land durchzubringen: Unverwüstlichkeit im Angesicht unvorstellbar schlechter Aussichten. Ein Spaziergang durch ein Suq (das ist ein kommerzielles Viertel in einer arabischen Stadt) nahe der Zitadelle von Aleppo, wo es vor Leben einst wimmelte und die Läden jetzt zu Schutt durchlöcherten Mauern reduziert sind, zeigt Syrer, wie sie mit Taschen und einer Schaufel zu ihren alten Läden gehen und sich durch den Dreck, die Steine und den Schutt graben [...] . Selbst inmitten ständig zu hörenden Beschusses […] durch Amerikas Terroristen, sind die Restaurant- und Ladenbesitzer wieder an der Arbeit und machen mit ihrem Leben weiter [...] . Es ist fast unmöglich, Worte für diese Entschlossenheit zu finden, welche vom syrischen Volk an den Tag gelegt wird. Nicht nur beim Erhalt ihrer Kultur während der möglicherweise dunkelsten Periode ihres Landes oder beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Geschäfte, sondern auch ihr trotziger Wille, sich den Versuchen westlicher Imperialisten zu verweigern, ihr Land und ihre Kultur zu zerstören. [...] Wir sprachen mit einer Gruppe von Kunst- und Theaterstudenten und ihren Lehrern, welche während des Krieges in Damaskus verblieben waren. Die jungen Frauen waren Anfang zwanzig und mussten ihre gesamte Zeit als Jugendliche im Krieg verbringen. Als sie eigentlich das Autofahren im Verkehr von Damaskus hätten lernen sollen, sich hätten verabreden sollen und einfach Heranwachsende hätten sein sollen, mussten sie Bomben auf ihre Städte fallen sehen, erleben, wie ihre Freunde und Familienmitglieder ermordet wurden und jeden Tag darum kämpfen, genug zu Essen zu haben. Deren Jugend wurde von Amerikas Terroristen vergeudet [...]. Trotz all dessen war ihr Ausblick überraschend positiv und unglaublich lebensbejahend. „Für uns“, sagte eine der Frauen, „geht es beim Leben ums Leben. Wir sind vom Tod umgeben, also für uns das Leben genug.“ Nach der Unterhaltung, als wir gingen, dankte einer aus unserer Gruppe den Frauen für ihre Einladung, ihre Zeit und dafür, dass sie uns an einem so wunderschönen Tag von ihrem Leben und den von ihnen erlebten Tragödien berichtet haben. Dazu sagte eine der Frauen: „Ja, aber alle Tage sind wunderschön. Man muss nur fähig sein, die Schönheit zu erkennen.“ Diese Worte fassen das Syrien zusammen, welches ich über zehn Tage lang (dort) erlebt habe. Etwas später sprachen wir mit einem syrischen Mann und die Frage kam auf, wie die Syrer in der Lage zu sein scheinen, immer wieder aufzustehen und wieder zu leben, ihre Kinder zur Schule zu schicken, arbeiten zu gehen, wiederaufzubauen, obwohl der Krieg nur 3 Kilometer weiter immer noch läuft. Die Antwort war einfach: „Dies ist Syrien.“ Der Äußerung, dass die westlichen Mächte die syrische Verbindung zu ihrem Land und ihrer unvergleichlichen Entschlossenheit ihr Leben fortzusetzen und Verlorenes wieder aufzubauen nicht verstünden, wurde zugestimmt. „Das stimmt“, sagte er. „Sie verstehen uns nicht und deshalb haben sie verloren.“

von hm.


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