Sonntag 19. November 2017

Warum Russland "Zeugen Jehovas" verbietet (1 von 1)

In Russland sind landesweit Königreichsäle der Zeugen Jehovas geschlossen bzw. beschlagnahmt worden. Es wird befürchtet, dass 395 regionale Abteilungen der Zeugen Jehovas auf gerichtlichem Wege geschlossen werden. Warum geht Russland mit seinen Zeugen Jehovas so empfindlich ins Gericht und was bedeutet dies für die Religionsfreiheit? Kla.TV geht der Frage nach, inwiefern Aktionen unter falscher Flagge dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen könnten.

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Warum Russland "Zeugen Jehovas" verbietet 19.11.2017

Russland verbietet Zeugen Jehovas. Was bedeutet dies für die Religionsfreiheit? Unsere Dokumentation zeigt auf, wie facettenreich die Unterwanderung von sogenannten Maulwürfen, besonders innerhalb religiöser Gruppierungen vonstatten gehen kann. Um dem Ganzen näher auf den Grund zu gehen, schalten wir um zu unserer Russlandkorrespondentin nach Moskau: „Nach den landesweiten Schließungen und Beschlagnahmungen von russischen Königreichssälen der Zeugen Jehovas und einem Verbot des Verwaltungszentrums wird befürchtet, dass 395 regionale Abteilungen der Zeugen Jehovas auf gerichtlichem Wege geschlossen werden. Das Verbot allerdings von 2.277 regionalen religiösen Gruppen strebt das Innenministerium nach eigenen Angaben nicht an, da das persönliche Recht auf Religionsfreiheit nicht angetastet werden solle. Nach Anfragen und eingesandten Klagen wollte Klagemauer.TV wissen, wie es zu dieser landesweiten Schließung von Königreichssälen der Zeugen Jehovas kam. Unsere Recherchen haben ergeben, dass Russland mit seinen Jehovas Zeugen vor allem darum so empfindlich ins Gericht geht, weil im ganzen Land als Zeugen getarnte US-Trojaner entdeckt worden seien. Auch diese schmerzlichen Ereignisse beweisen wieder, wie schnell eine Körperschaft schuldlos für die Verfehlungen ihrer einzelnen Glieder zur Rechenschaft gezogen werden kann – selbst wenn ihnen diese „Einzeltäter“ völlig unbekannt waren. Von Seiten der Zeugen Jehovas wurden beweiskräftige Filmaufnahmen von ihren Sicherheitskameras zu Gerichte gebracht, die festhielten, wie vermummte Eindringlinge belastendes Schriftmaterial unter die Schriften der Zeugen Jehovas streuten, während die Königreich-Säle inspiziert wurden. Genau dieses belastende Material, das in einer Aktion unter falscher Flagge gezielt eingeschleust wurde, wurde hernach von den Untersuchungsbehörden beschlagnahmt.“ Ähnliche Aktionen unter falscher Flagge lassen sich allerdings längst überall auf der Welt ausmachen, wo Völker gezielt destabilisiert, Regierungen gestürzt oder zum Objekt des Hasses gemacht werden. Dieses Muster kennt man aus allen Ländern des Arabischen Frühlings und den Farbrevolutionen bereits bestens. Überall tauchen sie auf, diese schwarz vermummten Gestalten, nicht selten in Begleitung vermummter Männer in Militärkleidung. Ob diese gezielte Streuaktion tatsächlich im Auftrag der russischen Behörden geschah oder die russischen Untersuchungsbehörden selber von spalterischen Maulwürfen gezielt unterwandert sind, kann daher niemand mit Sicherheit sagen. Das Zentrum für kirchlich-staatliche Beziehungen „Bereg Rus“ jedenfalls begründet das Versammlungs- und Missionsverbot der Zeugen Jehovas mit nachfolgenden Behauptungen: Gründe für russisches Zeugen-Jehovas-Verbot • Die Zeugen Jehovas hätten in ihren Jahresberichten geheime russische Industrieprojekte und dergleichen aufgeführt. • Man habe bei den Zeugen Jehovas Kartenmaterial mit gekennzeichneten Ballungsgebieten entdeckt, die als „problematisch“ gekennzeichnet waren. • Man habe auf Internetseiten der Zeugen Jehovas Vermerke über strategisch wichtige Regionen in Russland gefunden, die im Hinblick auf die nationale Sicherheit von Bedeutung sind. Hinsichtlich amerikanischer Einmischung und Unterwanderung russischer Hoheitsgebiete hielt das Zentrum für kirchlich-staatliche Beziehungen in einer Studie wie folgt fest: „Es liegt auf der Hand, dass die USA die weltweite Verbreitung der Jehovas Zeugen auf jede Art begünstigen. Für die USA sind Sekten politische, wirtschaftliche und ideologische Werkzeuge. Es ist das Typische der amerikanischen Politik, dass sie im Bereich Religion von einem zutiefst pragmatischen (= sachlichen/handlungsbezogenen) Ansatz ausgeht, der es erlaubt, jede beliebige traditionelle sowie unkonventionelle (= abweichende/unübliche) Organisation, die auf ihrem eigenen oder auf fremdem Staatsgebiet gegründet wurde, für die Umsetzung der eigenen Agenda auszunutzen.“ Gemäß dieser russischen Studie befindet sich ganz Europa im Fahrwasser der amerikanischen Politik. Aus diesem Grund bezeichnen sie die streng handlungsbezogene Bemessungsweise der US-Administration als reinsten Polit-Pragmatismus. Das meint zu deutsch, dass die USA nur scheinbar den Wert oder Unwert russischen Denkens und Handelns an ihren Werken bemisst, in Tat und Wahrheit aber immer nur dann, wenn es der eigenen Agenda – sprich der US-Politik – nützt. Russland seinerseits zieht nun Jehovas Zeugen ebenso pragmatisch, sprich handlungsbezogen zur Rechenschaft. Ab sofort versteht Russland die bislang geistlich gedeuteten Lehrsätze der Zeugen nur noch als ganz praktische Bedrohung. Nach der Lehre der Zeugen Jehovas sei jedes menschliche Staatswesen vom Satan gegründet. Auch alle Religionen außerhalb der Zeugen Jehovas seien vom Satan gegründet und somit ebenfalls zur Vernichtung bestimmt. Fazit: Russland vergleicht das Zeugen-Jehovas-Szenario in ihrem Land mit dem US-verursachten Szenario auf dem Ukrainer Maidan. Dort mischte sich die US-Administration nachweislich mittels Diplomaten und Lohnterroristen in die inneren Angelegenheiten der Ukraine ein und stürzte so gezielt deren Regierung. Russland sieht sich gegenwärtig durch die Zeugen Jehovas – bzw. wegen deren US-Trojanern – existentiell bedroht, eingedenk dessen, dass es sich bei dieser Organisation ursprünglich um ein Produkt US-amerikanischer Freimaurerei handelt. Laut dem Untersuchungsausschuss gehe es Russland aber nicht um ein generelles Verbot oder eine Schädigung ahnungsloser Mitglieder der Zeugen Jehovas, weil man die Religionsfreiheit nach wie vor achten wolle. Da Russland die US-Trojaner jedoch vor allem unter den Führungsspitzen russischer Zeugen-Versammlungen ausgemacht hat, verfährt es mit der gesamten Körperschaft der Zeugen, wie Mediziner es bei unüberschaubar verstreuten Krebs-Metastasen tun: Sie unterziehen – ohne Rücksicht auf Verluste – die gesamte Körperschaft gleichsam einer Zwangs-Chemotherapie. Diese gewiss traurigen und bedauernswerten Ereignisse machen jedoch einmal mehr deutlich, wie wichtig es letztlich für jede Organisation ist, ihre Mitglieder genau zu kennen. Es empfiehlt sich – allem voran für freischaffende Informationsbewegungen – ihre Leute schon im Vorfeld einer beabsichtigten Zusammenarbeit gleichsam auf Kriterien ihrer Echtheit „zu bemessen“. So können zumindest Einschleusungen sogenannter Maulwürfe, man nennt sie auch U-Boote oder Trojaner, von vornherein massiv erschwert werden. Solche Mitarbeiter-Checks können zwar noch immer nicht irgendwelche fingierten Attacken unter falscher Flagge von außen verhindern, sind aber empfehlenswerte, weil unentbehrliche Schritte in die richtige Richtung. Verbreiten Sie dieses Wissen in den sozialen Netzwerken.

von is.


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