Sonntag 17. Dezember 2017

Medienkommentar Terror

Pulverfass Nahost: Kriegsgefahr wegen Todeskampf des Petrodollars (1 von 3)

Pulverfass Nahost: Kriegsgefahr wegen Todeskampf des Petrodollars Sonntag, 17.12.2017 (1 von 3)
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Laut dem renommierten deutschen Wirtschaftsexperten Ernst Wolff stehe das globale Finanzsystem zeitnah vor einem Einsturz, was weitreichende Folgen – bis hin zu einer sehr akuten Kriegsgefahr – mit sich bringe. Auslöser für diesen Finanzkollaps seien drei gewichtige Faktoren.

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Pulverfass Nahost: Kriegsgefahr wegen Todeskampf des Petrodollars 17.12.2017

Laut dem renommierten deutschen Wirtschaftsexperten Ernst Wolff stehe das globale Finanzsystem zeitnah vor einem Einsturz, was weitreichende Folgen – bis hin zu einer sehr akuten Kriegsgefahr – mit sich bringe. Auslöser für diesen Finanzkollaps seien drei gewichtige Faktoren. Der eine Faktor sei die aktuell sehr heikle wirtschaftliche, soziale und politische Lage Saudi-Arabiens. Der zweite Faktor sei laut Wolff der sich beschleunigende wirtschaftliche Niedergang der Weltmacht USA. Wir berichteten über die gewaltige Verschuldung und rückläufige Produktivität der USA in unserer Sendung „USA: Was kommt zuerst, ein Crash oder ein Krieg?“.Der dritte Faktor sei das sich abzeichnende Ende der globalen Allmacht des US-Petrodollars, das heißt des bisher weltweit vorherrschenden Zahlungsmittels für Erdöl- und Erdgasgeschäfte. Wie entstand eigentlich der US-Petrodollar? Wirtschaftexperte Ernst Wolff rollt dessen Werdegang so auf: Die Entdeckung riesiger Ölfelder in den Dreißiger- und Vierzigerjahren machten Saudi-Arabien zum größten Ölexporteur der Erde. Ab 1948 befand sich die Erdölförderung zunächst im Besitz von vier US-Erdölkonzernen. Sie wurde aber zwischen 1972 und 1980 von der saudi-arabischen Regierung verstaatlicht. Die USA akzeptierten die Verstaatlichung allerdings nur, wenn das saudi-arabische Öl ausschließlich in US-Dollar gehandelt werden würde. Das saudische Königshaus sicherte zu, auch innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder, kurz OPEC, dafür zu sorgen, dass Öl weltweit nur noch in US-Dollar gehandelt würde. Als Gegenleistung hätten die USA, laut Wolff, militärische Unterstützung an Saudi-Arabien zugesagt. Da sämtliche Staaten der Welt auf Öl der OPEC-Staaten angewiesen waren, sie dieses aber nur noch mit US-Dollar einkaufen konnten, mussten sie sich beständig US-Dollar bei der US-Notenbank besorgen. Für den Dollarkauf wurde zu jeder Währung ein Gegenwert, ein Wechselkurs, festgelegt. So wurde der US-Dollar als sogenannter Petrodollar zur globalen Leitwährung. Wegen dem Bezug zum Erdöl und dem daraus gewonnenen Benzin, englisch petrol, entstand der Begriff Petrodollar. Um Ölgeschäfte auch langfristig zu garantieren, legten die Länder einen Teil ihrer Finanzreserven in Dollar an. Somit wurde der Petrodollar zur weltweit wichtigsten Reservewährung. Eine Rückfallebene sozusagen, auf die immer zurückgegriffen werden kann, auch in Krisen oder Kursschwankungen der eigenen Währung. Dieser Umstand, so Wolff, komme der US-amerikanischen Hochfinanz sehr zugute, da das Gelddrucken in den USA seit 1913 in der Hand von Privatbanken liegt. Sie können nun den Differenzbetrag, also den Wert, den der Dollar bei den Ölkäufen darstellt, abzüglich der Kosten für das Gelddrucken, für sich einstreichen. Kritiker dieser Globalisierung durch das Dollar-basierte Finanzsystem vergleichen dies mit einer Bank, die auf der einen Seite Schuldscheine ausgibt, diese aber anschließend von den Gläubigern wieder bei derselben Bank anlegen lässt. Das führt zu einem starken Dollar- und Kaufkraftrückfluss zu der US-Notenbank, einzig aus der Vereinbarung erschaffen, dass Erdöl weltweit mit Dollar bezahlt wird. Dadurch wurde der Dollar zur Leitwährung, was zu dem nahezu beliebigen Drucken von Dollar durch die US-amerikanische Hochfinanz führte. Sie verdient weltweit bei jeder Finanzabwicklung indirekt – als Trittbrettfahrer sozusagen – mit. Das wollen aber etliche Länder nicht länger mit sich machen lassen. In diesem Jahr bekam der Petrodollar massive Konkurrenz durch andere Währungen, vor allem durch den chinesischen Petro-Yuan. Wir zeigten dies auf in unserer Sendung Max Keiser: „USA werden den Petrodollar mit Krieg zu retten versuchen“Ökonom Ernst Wolff legt die Zusammenhänge und die massiven globalen Gefahren rund um die Petrodollar-Konkurrenz so dar: Saudi-Arabiens Führung hat mit dem aktuell niedrigen Ölpreis zu kämpfen, denn der lässt die saudischen Gewinne rasant zusammenschmelzen. Das Königshaus hat sich aus diesem Grund auf der Suche nach anderen Absatzmärkten – und somit Geldquellen – China und Russland zugewandt. Diese bezahlen ihre Ölgeschäfte aber nicht mehr mit Petrodollar. Die US-Hochfinanz mache somit keine indirekten Gewinne mehr. Das US-Imperium habe zudem in den zurückliegen den Jahren im Nahen Osten beständig an Einfluss verloren. Nun klammert es sich an den einstigen Verbündeten. US-Präsident Trump stattete Saudi-Arabien im Mai dieses Jahres einen überraschenden Besuch ab, schloss riesige Waffendeals ab und setzte auf eine neue Annäherung mit der Monarchie. Die Zeit des Petrodollars scheint laut Ökonom Wolff unerbittlich ihrem Ende entgegen zu gehen. Das US-Imperium verlöre damit eine wesentliche Stütze seiner Weltherrschaft. Da die wirtschaftliche Bedeutung des US-Imperiums wegen mangelnder Produktivität ebenfalls dahin schwindet, verbleibe ihm nur noch sein gewaltiger Militärapparat. Dieser ist zurzeit allerdings noch der mit Abstand größte und mächtigste der Erde. Was läge da nicht näher, als dass das US-Imperium – zum Erhalt seiner globalen Vormachtstellung – genau diese Trumpfkarte ausspiele? Es sei laut Einschätzung von Ökonom Ernst Wolff daher nicht auszuschließen, dass die saudi-arabische und US-amerikanische Führung im puren Überlebenskampf zu diesem äußersten Mittel greifen. Das meint die Entfachung eines größeren Krieges im Nahen Osten – entweder durch die Ausweitung des Jemen-Krieges, durch einen Angriff auf den Libanon, Katar oder Syrien oder schlimmstenfalls durch einen Angriff auf den Iran. Ein solcher Krieg würde zwar den Ölpreis mit Sicherheit in die Höhe schnellen lassen und sowohl Saudi-Arabien, als auch den USA auf kurze Sicht finanziell enorm nützen. Aber der Preis wäre unsägliches Leid!

von hm.


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