Dienstag 26. Dezember 2017

Transatlantische Netzwerke führen US-Besatzung fort (2 von 3)

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14. AZK: Interview mit Prof. Dr. Werner Kirstein Dienstag, 26.12.2017 (1 von 3)
Transatlantische Netzwerke führen US-Besatzung fort Dienstag, 26.12.2017 (2 von 3)
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14. AZK: ♫ Ich verklag dich nicht ♫ – Paul Burmann & AGB-Band Dienstag, 26.12.2017 (3 von 3)

Was hat die Pressezensur nach dem Zweiten Weltkrieg mit den heutigen transatlantischen Netzwerken zu tun? Und worin sehen diese einflussreichen Netzwerke zwischen den USA und Europa ihre eigentliche Aufgabe? Kla.TV ist dieser Frage nachgegangen.

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Transatlantische Netzwerke führen US-Besatzung fort 26.12.2017

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass transatlantische Netzwerke in Deutschland in direktem Zusammenhang mit der US-amerikanischen Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg stehen. Ein Beispiel dafür ist die Zeitung „Europa-Archiv“, welche nur ein Jahr nach Kriegsende herausgegeben wurde. Zu dieser Zeit musste jede Zeitung von der amerikanischen Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Dementsprechend wurden auch nur Zeitungen zugelassen, die im Sinne der Besatzungsmacht berichteten. Aus dieser Zeitschrift ging später die „Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik“ (DGAP) hervor, ein einflussreicher transatlantischer Think Tank, welcher heute offen eine stärkere Position der NATO und den Aufbau einer europäischen Armee fordert. Ein weiteres Netzwerk ist das Aspen Institute Deutschland. Dieses wurde vom ehemaligen US-Besatzungsoffizier Shepard Stone gegründet. Das Institut hat heute einen großen Einfluss auf die deutschen Medien: Mitglied beim Aspen Institute sind beispielsweise Josef Joffe (Herausgeber „Die Zeit“) oder Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender Axel Springer Verlag). Das sind nur zwei Beispiele vieler weiterer Netzwerke, die der US-Besatzung entsprungen sind und diesen US-amerikanischen Einfluss in der deutschen Politik, der Wirtschaft und den Medien bis heute still und heimlich fortführen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Kurzüberblick über die einflussreichsten transatlantischen Netzwerke. Atlantik-Brücke e. V.: Das bedeutendste deutsche transatlantische Netzwerk beeinflusst deutsche und amerikanische Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, den Streitkräften, der Wissenschaft und den Medien und möchte damit „den transatlantischen Dialog bereichern“. Mit „Young Leaders“*-Konferenzen wird laufend für die Einbindung und Vernetzung von transatlantisch denkenden Nachwuchsführungskräften gesorgt. Mitglieder sind u. a. Angela Merkel, Kai Diekmann (von der BILD-Zeitung) und Andreas Dombret (Deutsche Bundesbank). *junge Führungskräfte Stiftung Wissenschaft und Politik SWP: Dieser Think Tank – also eine Denkfabrik – „berät“ Außen- und Sicherheitspolitiker, ja sogar die Bundeskanzlerin. Dies aber nicht ganz unabhängig: Sie wird zu nahezu 100 % von elitären „Partnern“ finanziert (wie dem Bundeskanzleramt, der Daimler AG, British Petroleum (BP), der Deutschen Bank und vielen anderen). *dt. Denkfabrik: Institut, das die Politik ideologisch beeinflusst. Deutsche Gesellschaft für Außenpolitik DGAP: Der deutsche Ableger des CFR*, Council on Foreign Relations, „fördert“ die außenpolitische Meinungsbildung in Deutschland – z. B. mit Forderungen nach einer Verschärfung der Sanktionen des Westens gegen Russland. Prominentes Mitglied: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. *siehe Artikel 2 Aspen Institute Deutschland e. V.: Schwerpunkte dieses Elite-Netzwerks sind: Die „deutsch-amerikanische und transatlantische Zusammenarbeit sowie Fragen europäischer und globaler Sicherheit“. Sein ehem. Leiter Jeffrey Gedmin (aus den USA) bewarb den Irakkrieg regelrecht. German Marshall Fund GMF: Laut Udo Ulfkotte möchte der GMF „Lobbyisten, welche proamerikanisch sind, heranziehen und fördern“. Solche sind z. B. Cem Özdemir (von den Grünen) und Klaus-Dieter Frankenberger (Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung). Die Lobbyorganisation unterhält beste Beziehungen zu deutschen und US-Geheimdiensten.

von sf.


Transatlantische Netzwerke führen US-Besatzung fort

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