Samstag 10. März 2018

Medienkommentar Terror

Mediale Hetze gegen den Iran (mit kriegsauslösendem Potential) (1 von 2)

Mediale Hetze gegen den Iran (mit kriegsauslösendem Potential) Samstag, 10.03.2018 (1 von 2)
17:09
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In der Vergangenheit gehörte es zur gängigen Kriegspropaganda, Regierungen durch die Systemmedien zu Unrecht zu verteufeln. Durch gezielte Falschinformation z.B. über Libyen und Irak wurde in die Köpfe der Zuhörer ein Feindbild gepflanzt und dadurch ein Militärschlag legitimiert. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump ist nun der Iran massiv ins Fadenkreuz der medialen Hetzkampagnen geraten. Damit sich die Geschichte nicht auf tragische Weise im Iran wiederholt, ist es umso wichtiger, diese Kriegstreiberei weiterhin zu entlarven.

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Mediale Hetze gegen den Iran (mit kriegsauslösendem Potential) 10.03.2018

Spätestens seit den Militärinterventionen 1999 in Jugoslawien, 2003 im Irak und 2011 in Libyen müsste eigentlich jedem klar sein, dass diese nur möglich waren, weil die Regierungen dieser Länder zuvor zu Unrecht verteufelt wurden. Dies zeigte u.a. der US-amerikanische Autor Norman Solomon in seinem Buch „War made easy“ – zu Deutsch: „Krieg (führen) leicht gemacht“ auf. Von westlichen Regierungen beauftragte Untersuchungen kamen ebenfalls zu diesem Schluss, wie Klagemauer.TV in folgenden Sendungen berichtete: – Chilcot-Bericht: „Das System funktioniert“ nur dem Schein nach – Kriegsverbrechen bleiben ungeahndet Parlamentsbericht: NATO-Krieg gegen Libyen basierte auf Lügen – Heutige Kriegspropaganda wie „anno dazumal“ im NATO-Krieg gegen Jugoslawien Trotz aller vermeintlichen Einsicht scheint sich die Geschichte immer wieder aufs Neue zu wiederholen: Seit sich der Iran im Jahr 1979 von der Kontrolle der US-Administration gelöst hat, steht er im Kreuzfeuer medialer Hetze. Nachdem am 16. Januar 2016 das Atomabkommen zwischen dem Iran, den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland in Kraft trat, schien sich die mediale Hetze gegen den Iran zu beruhigen. Schien – denn spätestens seit US-Präsident Donald Trump an die Macht kam, hat die Hetze gegen den Iran wieder Aufwind bekommen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom 16. bis 18. Februar erreichte die Verteufelung des Iran einen vorläufigen Höhepunkt, wie folgende Beispiele zeigen: – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigte das Trümmerteil einer angeblich im israelischen Luftraum abgeschossenen Drohne, die aus dem Iran stamme. Netanjahu bezeichnete es als einen Beweis für die iranische Aggression gegenüber Israel. Er rief die Weltgemeinschaft auf, sich dem Iran entschlossen entgegenzustellen: „Der Iran ist immer noch eine große Gefahr.“ Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat Netanjahus Auftritt als „Zirkus“ bezeichnet. Das vorgezeigte Trümmerteil erinnert an das Teströhrchen, das der ehemalige US-Außenminister Colin Powell, am 5. Februar 2003, vor dem UN-Sicherheitsrat vorzeigte. Dieses sollte als Beweis herhalten, dass Saddam Hussein in Besitz von Massenvernichtungswaffen sei, was sich im Nachhinein als Lüge herausstellte. – Weiter behauptete Netanjahu an der Münchner Sicherheitskonferenz, der Iran habe öffentlich erklärt, Israel mit seinen sechs Millionen Juden auslöschen zu wollen. Von vielen westlichen Medien wurde diese Behauptung – wie fast immer, wenn es um den Iran geht – unkommentiert übernommen. Dabei kann ohne weiteres nachgeprüft werden, dass der Iran nie damit gedroht hat, Israel zu vernichten. Vielmehr handelt es sich um eine falsche Übersetzung einer Rede des damaligen Präsidenten Ahmadinedschad aus dem Jahr 2005, wie wir bereits in der Sendung vom 4. November 2012 darlegten. – Unterstützung erhielt Netanjahu von Donald Trumps nationalem Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster: Er übte scharfe Kritik an Nordkorea, Syrien und dem Iran, die er als Schurkenstaaten bezeichnete. McMaster forderte Deutschland auf, den Handel mit dem Iran zurückzufahren. Wer mit dem Regime in Teheran Geschäfte mache, stelle praktisch den Revolutionsgarden einen Scheck aus, sagte er. Solche und andere Äußerungen medialer Hetze gegen den Iran werden von den Systemmedien praktisch eins zu eins und offenbar ohne vorherige Überprüfung übernommen. SRF berichtete z.B. in den 21 Uhr-Nachrichten vom 3. März, dass die Behörden im Königreich Bahrain den Iran beschuldigen, eine Terrorgruppe in Bahrain aufgebaut zu haben. Auf diese Weise wird von den Systemmedien der Iran als Feindbild in die Köpfe der Zuhörer gepflanzt. Und genau solche Feindbilder führten, wie anfangs erwähnt, zu den Militärinterventionen 1999 in Jugoslawien, 2003 im Irak und 2011 in Libyen. Ob nun ein militärisches Eingreifen gegen den Iran bevorsteht, ist schwer abzuschätzen. Doch gilt es, den kriegstreiberischen Massenmedien auf die Finger zu schauen, deren mediale Hetze gegen einzelne Länder zu entlarven und Gegenstimmen weiterzuverbreiten. Mögliche Gegenstimmen finden Sie im Abspann. Diese geben eine andere Sichtweise über jene Länder und Regierungen wieder, die von den gleichgeschalteten Systemmedien unentwegt in ein negatives Licht gestellt werden.

von dd.


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