Schweizer Finanzplatz finanziert Atomwaffen | Kla.TV

Sonntag 22. Juli 2018

Schweizer Finanzplatz finanziert Atomwaffen (1 von 2)

Schweizer Finanzplatz finanziert Atomwaffen Sonntag, 22.07.2018 (1 von 2)
Schweizer Kriegsgeschäfte-Initiative bekämpft Fluchtursachen Sonntag, 22.07.2018 (2 von 2)

Als wichtigste Akteurin im weltweiten Vermögensverwaltungs-geschäft trägt die Schweiz mit ihren Banken, Pensionskassen, Versicherungen und anderen Finanzinstituten eine große Verantwortung. 6.651 Mrd. CHF umfasst das in der Schweiz verwaltete Vermögen. Erfahren Sie wie wirtschaftliche und politische Kreise ihre Verantwortung missbrauchen und in horrendem Ausmaß in Kriegsgeschäfte investieren.

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Schweizer Finanzplatz finanziert Atomwaffen 22.07.2018

Die Schweiz verfügt mit Zürich, Genf, Basel und Lugano über einige der bedeutendsten Finanzzentren der Welt. Laut dem Schweizer „Tages Anzeiger“ vom 1. September 2017 beträgt das aktuell in der Schweiz verwaltete Vermögen 6.651 Mrd. CHF. Mit einem Marktanteil von 25 % des weltweiten Vermögensverwaltungsgeschäftes ist die Schweiz die wichtigste Akteurin in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung. Schweizer Banken, Pensionskassen, Versicherungen – wie die obligatorische Rentenversicherung AHV – und andere Finanzinstitute tragen eine große Verantwortung im Umgang mit den ihnen anvertrauten Geldern. Anhand des Beispiels der Schweiz soll diese Sendereihe aufzeigen, wie wirtschaftliche und politische Kreise ihre Verantwortung brauchen bez. missbrauchen können, was bis zur Unterwanderung der Neutralität eines Landes führen kann. Über den Schweizer Finanzplatz werden Milliardenbeträge investiert und angelegt. Ein Teil dieses Geldes fließt in Unternehmen, die Kriegsmaterial produzieren wie Atomwaffen, biologische und chemische Waffen und Streumunition. Unter die wichtigsten Akteure fallen die beiden Großbanken CS und UBS, die im Jahr 2015 gemäß einer Studie der Organisation „Don’t Bank on the Bomb“, zu Deutsch „Baue nicht auf die Bombe“, mit 1,0 bzw. 5,6 Mrd. CHF an Produktionsfirmen von nuklearen Rüstungsgütern beteiligt gewesen seien. Die Neue Zürcher Zeitung NZZ am Sonntag publizierte am 20. August 2017, dass die Schweizerische Nationalbank 1,2 Mrd. CHF in US-Unternehmen anlegte, die Nuklearwaffen produzieren. Zudem sei gemäß Medienmitteilung des „Bündnis für ein Verbot von Kriegsgeschäften“ davon auszugehen, dass zwischen vier und zwölf Mrd. CHF aus schweizerischen Pensionskassen in Rüstungskonzerne fließen. Neben diesen Hauptakteuren gibt es weitere Kapitalmarktteilnehmer wie Stiftungen, Versicherungen und Kantonalbanken, die Investitionen in Rüstungskonzerne tätigen. Die oben genannten Beispiele machen deutlich, welch horrendes Ausmaß Kriegsgeschäfte in der Schweiz annehmen – warum erfolgt in den Medien, die davon berichten, kein Aufschrei? Louise Schneider, 86-jährige Schweizer Friedensaktivistin, meinte einmal: „Es ist eine Heuchelei, wenn wir noch sagen, wir seien neutral!“

von dd./db. & acc


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